Akzeptanz für kostenpflichtige Internet-Inhalte gestiegen

4. November 2005, 16:10
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Studie: Vor allem erfahrene Nutzer bereit, für Content mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis auch zu zahlen

Die Bereitschaft von Internet-Nutzern, für bestimmte Inhalte auch zu bezahlen, steigt einer aktuellen Studie zufolge kontinuierlich an. Rund 5,7 Mio. 14- bis 64-jährige Privatnutzer würden für digitale Inhalte inzwischen auch zahlen, ergab die am Mittwoch vorgestellte Untersuchung "MarkenProfile" der Zeitschrift "stern". Vor zwei Jahren seien es erst 4,3 Mio. gewesen, vor vier Jahren hatten lediglich 3,2 Millionen.

Voraussetzung sei allerdings, dass "die Qualität und der Preis stimmt", hieß es. "Chancen ergeben sich aber nur für exklusiven und hochwertigen Content", sagte Uwe Sander, Leiter des "stern"- Anzeigenmarketing. "Austauschbare Inhalte und Agenturnachrichten, die über viele Medienkanäle gratis verbreitet werden, können selbstverständlich auch im Internet nicht mit einem Preisschild versehen werden."

Das prinzipielle Interesse an Bezahl-Inhalten steigt der repräsentativen Untersuchung zufolge vor allem mit der Erfahrenheit der Nutzer. Auch das Vorhandensein schneller DSL-Zugänge ist dabei ausschlaggebend. Während das Interesse unter allen 27,4 Mio. Privatnutzern bei 21 Prozent liegt, sind unter den 4,3 Mio. erfahrenen Nutzern mit DSL-Zugang schon 34 Prozent bereit, kostenpflichtige Inhalte zu akzeptieren. Zwei Drittel der zahlungsbereiten Internet-Nutzer seien männlich, fast jeder Zweite stamme aus einer gehobenen sozialen Schicht, hieß es. (APA/AP)

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