Juryentscheidung im Kunstwettbewerb

30. Dezember 2005, 12:23
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Dominik Hruza, Elisabeth Penker & Manoa Free University von Jury UTOPIE : FREIHEIT prämiert

Aus über 250 Konzepten hat die Jury von UTOPIE:FREIHEIT 21 Projektideen zur Umsetzung ausgewählt, deren Ergebnisse nun in der Kunsthalle Exnergasse gezeigt werden Die Juroren Katarina Matiasek, Ursula Maria Probst, Hedwig Saxenhuber, Hemma Schmutz, Dieter Schrage haben in einer weiteren Sitzung drei Projekte prämiert.

Dominik Hruza thematisiert in seiner Arbeit Zilina wie der geplante Bau eines Autowerks eines südkoreanischen Konzerns die 86.000 Einwohner zählende Stadt verändert. „Obwohl viel Geld ins Land investiert wird, haben einige den Eindruck immer ärmer zu werden.“ Dominik Hruza präsentiert im Rahmen der Ausstellung seine Fotoarbeiten und eine zweisprachige Zeitung die in Zilina und Wien publiziert wird.

Elisabeth Penker stellt die Frage „Wo ist Elise Richter, wo ist ...?“ und zeigt auf, dass im Arkadenhof der Universität Wien ausschließlich Büsten von männlichen Wissenschaftlern zu sehen sind. „Die Infiltrierung der Forderung, dass Wissenschaftlerinnen entsprechend gewürdigt werden, wird von Elisabeth Penker so gelöst, dass der von ihr produzierten weiblichen Büste keine spezielle Person zugeordnet wird, sondern eine Anonymisierung eintritt“, so die Jurorin Ursula Maria Probst in ihrem Katalogbeitrag.

Die 2003 als Selbstinstitution gegründete Manoa Free University will bestehende kollektive Ideen weiterentwickeln. Für das Projekt (Heterotopologie, ähem.) siedelte sich die Manoa Free University im Anatomiegebäude des ehemaligen Vet. Med. Gebäude an und betrieb vier Monate lang Heterotopologie. „Was wir da so rund um ein ehemaliges Anatomiegebäude treiben, wozu wir immer neu ansetzen ist vielleicht die Erkundung eines ‚terrain vague’ [...] Ein unklares Gelände, auf dem man spielen kann., aber das auch Abgründe birgt“, so die Gruppe im Katalog zur Ausstellung.

Über den Wettbewerb

Im Frühjahr 2005 wurde vom Verein Open Mind der offene Wettbewerb UTOPIE : FREIHEIT ausgeschrieben, an dem sich Kunstschaffende unabhängig von einschränkenden Kriterien beteiligen konnten. Die erste Stufe war ein Ideenwettbewerb, bei dem im weitesten Sinne utopische - weil in der nunmehrigen Form noch nicht existente – Projekte, die Freiheit bekamen, real zu werden. Aus über 250 Konzepten hat die Jury 21 Projektideen zur Umsetzung ausgewählt, deren Ergebnisse nun in der Kunsthalle Exnergasse gezeigt werden.

Präsentation der Projekte

Kunsthalle Exnergasse und WuK-Projektraum
Währingerstrasse 59, 1090 Wien
18.10. bis 04.11.2005
Dienstag - Freitag 14:00 - 19:00, Samstag 10:00-13:00 (apa/red)

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