Islamistische Terroristen töten zehn Menschen

9. November 2005, 14:51
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Blutvergießen geht trotz Versöhnungspolitik Bouteflikas weiter

Algier - Ungeachtet der Versöhnungs- und Amnestiepolitik von Staatspräsident Abdelaziz Bouteflika haben mutmaßliche islamistische Terroristen in Algerien zehn Menschen getötet. Neun davon seien Soldaten und Polizisten gewesen, berichteten algerische Zeitungen am Mittwoch über die innerhalb von 48 Stunden verübten Terroranschläge. Seit Montag wurden bei Razzien der Sicherheitskräfte außerdem rund zehn islamistische Terroristen getötet.

In Jijel etwa 360 Kilometer östlich von Algier erschossen mutmaßliche Terroristen vier Gemeindepolizisten in ihrem Fahrzeug, in Bouira rund 120 Kilometer östlich der Hauptstadt wurden vier Soldaten ermordet. Nicht weit davon entfernt brachten schwer bewaffnete Männer einen Polizisten und seine Tochter um.

Ende September hatten die Algerier mit überwältigender Mehrheit einen von Bouteflika vorgelegten Plan für eine nationale Versöhnung angenommen und damit einer weitgehenden Amnestie für Verbrechen während des Bürgerkriegs zugestimmt. Rund 97 Prozent der Wähler stimmten für die Vorlage der Regierung, mit der ein Schlussstrich unter die blutige Vergangenheit gezogen werden sollte. (APA)

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