Geheimdienst: Über 30 Selbstmordattentäter neu rekrutiert

3. November 2005, 13:30
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Islamistische Terroristen greifen auf Kriminelle zurück

Jakarta - Islamistische Terroristen in Indonesien haben nach Erkenntnissen der Behörden über 30 potenzielle Selbstmordattentäter neu rekrutiert. Die Extremisten hätten dabei ihre Taktik geändert und verpflichteten zunehmend Kriminelle und Drogenabhängige statt Söhne verarmter Familien, sagte der Polizeichef der Provinz Zentraljava, Generalmajor Chaerul Rasjid, der Zeitung "Kompas" (Mittwoch-Ausgabe). Er berief sich dabei auf Geheimdiensterkenntnisse.

Bei den blutigen Anschlägen auf der Ferieninsel Bali Anfang des Monats hatten drei Selbstmordattentäter 20 Menschen in den Tod gerissen. Mehr als 140 Menschen wurden verletzt. Bislang ist es den Behörden nicht gelungen, die Attentäter zu identifizieren, obwohl ihre Fotos landesweit veröffentlich worden waren. Auch haben die Ermittler noch keine klaren Hinweise auf die Hintermänner. (APA/dpa)

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