Barroso drängt USA zu Import-Erleichterung für Dritte-Welt-Waren

7. November 2005, 14:25
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"Das wäre eine starke Geste im Hinblick auf Entwicklung und den Glauben an offene Märkte"

Washington - EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso hat die USA aufgefordert, Quoten und Zölle für Importe aus Dritte-Welt-Ländern aufzuheben. "Das wäre eine starke Geste im Hinblick auf Entwicklung und den Glauben an die offenen Märkte", sagte Barroso am Dienstagabend in einer Ansprache nach einem Gespräch mit US-Präsident George W. Bush in Washington.

Das Treffen der 148 Mitgliedsländer der Welthandelsorganisation (WTO) im Dezember müsse den Entwicklungsländern zeigen, dass sich die wohlhabenden Staaten der Probleme dieser Länder annähmen, sagte Barroso in seiner Rede an der Johns Hopkins Universität. Er lobte die "jüngsten, konstruktiven Schritte der USA" im Streit um die Agrarsubventionen. Zugleich bekräftigte er die grundsätzliche Bereitschaft der EU, alle Exportsubventionen aufzuheben.

Der Streit über die Agrarsubventionen behindert derzeit einen Abschluss der Welthandelsgespräche. Bush hatte die Beratungen mit Barroso als gut und offen bezeichnet. Es sei um Möglichkeiten gegangen, die Welthandelsgespräche der 148 WTO-Staaten weiter zu bringen. (APA)

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