Allianz-Österreich plant Rückzug aus direkter Immobilienveranlagung

7. November 2005, 17:59
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Allianz Österreich will 110 Immobilien für 400 Millionen Euro verkaufen - Umschichtung von direkter in indirekte Immo-Veranlagung

Wien - Die Allianz-Österreich-Versicherungsgruppe will sich aus der direkten Immobilienveranlagung zurückziehen und dabei ihren gesamten Bestand national und international anbieten. Aus der Veräußerung von 110 Objekten mit mehr als 220.000 m2 Nutzfläche in Ballungszentren in ganz Österreich rechnet Allianz Chief Investment Officer Martin Bruckner mit einem Transaktionsvolumen von rund 400 Mio. Euro. Die endgültige Entscheidung über die Verkäufe werden vom tatsächlich erzielbaren Preis abhängig gemacht, hieß es am Dienstag.

Sondierungsphase

Zu den geplanten Verkäufen startet die Allianz Ende Oktober eine auf vorerst ein halbes Jahr befristete Sondierungsphase, in der sie ihren Immo-Bestand als Gesamtheit offerieren will. Nach der im Aktienportfolio schon großteils erfolgten Umwandlung von direkten in indirekte Beteiligungen setze man diesen Weg auch im Immo-Bereich fort, hieß es am Dienstagnachmittag in einer Aussendung. Damit wolle man die Rendite und die Flexibilität erhöhen.

Interesse nützen

Vor allem das vorherrschende große Interesse an heimischen Immobilien wollen die Veranlagungsexperten der Allianz Elementar für eine Portfolioumschichtung nutzen. Im Jahr 2004 wurden 600 Mio. Euro von ausländischen institutionellen Investoren sowie 3,8 Mrd. Euro von heimischen Investoren in Österreich veranlagt, erinnert die Allianz. "Es ist gut, Immobilien direkt zu halten, doch derzeit noch sinnvoller, sie zu veräußern", erklärt Bruckner. (APA)

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