Bauern 2004 mit guten Ernten und höheren Einkommen

7. November 2005, 14:22
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Agrarische Produktion ist im Vorjahr um 1,5 Prozent auf 7 Milliarden Euro gestiegen

Wien - Die gute Witterung brachte den Bauern 2004 gute Ernten. Wie aus dem grünen Bericht hervorgeht, ist die agrarische Produktion im Vorjahr um 1,5 Prozent auf 7 Mrd. Euro gestiegen, was einen Anteil von 1,9 Prozent an der Bruttowertschöpfung der Volkswirtschaft bedeutet. Die Bauern investierten im Vorjahr 6,05 Mrd. Euro, der Wert ihrer Aufträge an Industrie und Gewerbe betrug 2,99 Mrd. Euro.

Das Einkommen je Jahresarbeitseinheit stieg 2004 in der Landwirtschaft real um 2,5 Prozent (Stand Juni 2005). Diese Quote lag zwar unter jener der EU-25, wo das landwirtschaftliche Einkommen je Arbeitseinheit 2004 um 3,3 Prozent stieg (2003: plus 1,5 Prozent), aber über dem Wert der 15 alten Mitgliedstaaten (plus 0,8 Prozent). In den zehn neuen EU-Mitgliedsstaaten wuchs das Einkommen je Arbeitseinheit um 53,8 Prozent.

Die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft je Betrieb sind 2004 im österreichischen Schnitt mit 19.381 Euro um 5 Prozent höher als 2003 ausgefallen. Bei den Bergbauern sind die Einkommen um 3 Prozent auf 17.624 Euro gestiegen.

Die Zahl der in der Land- und Forstwirtschaft Beschäftigten (berechnet nach Jahresarbeitseinheiten) ist um 1,2 Prozent auf 188.900 zurück gegangen, was auf weitere Rationalisierungen hindeutet. 158.200 der in der Land- und Forstwirtschaft tätigen Menschen waren nicht entlohnte Familienarbeitskräfte.

Unterschiedliche Entwicklung im einzelnen

Die Statistiken des Grünen Berichts lassen freilich auch erkennen, dass sich hinter den günstigen Globaldaten im Einzelnen sehr unterschiedliche Entwicklungen verbergen. So sank etwa die Produktion der Forstwirtschaft im Berichtsjahr um 1,9 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro, während jene der Landwirtschaft um 2,2 Prozent auf 5,8 Mrd. Euro zunahm. Dort wiederum resultierte der Zuwachs primär aus der Tierhaltung, die um 3,4 Prozent zulegte. Der Wert der pflanzlichen Produktion lag um 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Wiederum stark zugelegt hat 2004 der Außenhandel Österreichs mit agrarischen Produkten und Lebensmitteln. Die Ausfuhren stiegen um 11,1 Prozent auf 5,4 Mrd. Euro, die Einfuhren um 9,1 Prozent auf 5,9 Mrd. Euro. 84,8 Prozent aller importierten Agrargüter stammten aus dem EU-Raum, 76,4 Prozent aller exportierten Güter gingen in die EU-Länder.

Der Grüne Bericht ist ein detailliertes Nachschlagewerk über die wirtschaftliche und soziale Lage der Land- und Forstwirtschaft sowie der Agrarpolitik in Österreich. (APA)

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    Die Produktion der Forstwirtschaft sank, während jene der Landwirtschaft zunahm.

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