Schönbrunn lockt mit "Haus der Schrecken"

11. November 2005, 16:14
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Insektarium mit 14 Terrarien, das hauptsächlich Heuschrecken beherbergt

Wien - Das "große Krabbeln" hat im Wiener Tiergarten Schönbrunn am Dienstagvormittag Einzug gehalten. Direktor Helmut Pechlaner eröffnete das "Haus der Schrecken", ein Insektarium mit 14 Terrarien, das hauptsächlich Heuschrecken beherbergt und "informieren, so wie Begeisterung für die Tiere wecken" soll.

"Wir sind hier nicht die Geisterbahn vom Prater. Im 'Haus der Schrecken' können Besucher viel über die Geheimnisse der faszinierenden Tiere lernen", betonte der Tiergartendirektor.

Ein Jahr an Projekt gearbeitet

"Drei Viertel aller heute noch lebenden Tierarten sind Gliederfüßler. Es gibt etwa eine Million verschiedene Arten - Zeit, dass diese Tiere auch in Schönbrunn zu sehen sind", erklärte die stellvertretende Direktorin Schratter. Das Wort "schreck" habe übrigens nichts mit "erschrecken" zu tun, sondern leite sich vom althochdeutschen "skreton" ab, was "springen" bedeutet.

Ein Jahr lang wurde an diesem Projekt gearbeitet. Vor sechs Monaten begannen der Umbau und die Sanierung der ehemaligen Pelikan- Zuflucht, dem Burgenlandhaus. In weniger als zwei Monaten wurden die Terrarien auf 120 Quadratmetern errichtet und die Insekten konnten einziehen. Unter anderem ist mit der Grünen Riesengespenstschrecke das mit 50 Gramm schwerste Insekt der Welt zu sehen. Andere, wie etwa die Stabschrecken oder die Wandelnden Blätter, sind Meister der Tarnung. Ein wahrer Gigant ist die Malaysische Riesengespenstschrecke mit einer Körperlänge von bis zu 33 Zentimetern. (APA)

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