Linux Desktop bekommt tatkräftige Unterstützung

16. Dezember 2005, 13:41
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Adobe, Intel, IBM und Co. wollen mit Free Standards Group gemeinsame Basis schaffen - Entwicklung soll für Firmen erleichtert werden

Die Free Standards Group widmet sich bereits einiger Zeit der Aufgabe, mit der Linux Standard Base (LSB) eine gemeinsame Grundlage für das Open Source Betriebssystem zu schaffen. Nun wurde eine neue Initiative ins Leben gerufen, die sich ganz den Verbesserungen im Desktop-Bereich verschrieben hat.

Kostenfrage

Eines der größten Probleme für Softwareanbieter, die Interesse an dem freien Betriebssystem haben, ist, dass es in diesem Bereich bisher kaum Standards gibt. Ein Umstand, der die Kosten für Entwicklung und Support in die Höhe treibt. Unterstützt wird das Unterfangen von einer Reihe von Unternehmen, neben "klassischen" Linux-Firmen wie Novell, Red Hat und Mandriva zählen dazu auch große Firmen wie IBM, Intel, HP, Real Networks oder auch Adobe.

Ausblick

Ziel ist es die Verbreitung von Linux im Desktop-Bereich zu stärken, so sieht zum Beispiel Danese Cooper von Intel bereits eine "viel versprechende Zukunft für den Linux Desktop" heraufziehen. Um diese tatsächlich zu ermöglichen, braucht es natürlich mehr als nur Worte, entsprechend streicht die Free Standards Group heraus, dass es sich bei dem Unterfangen keineswegs nur um ein Lippenbekenntnis handle. Das Desktop-Projekt sei wohl finanziert, die teilnehmenden Unternehmen würden sowohl finanzielle als auch personelle Ressourcen zur Verfügung stellen.

Vorgaben

Ziel sei es allerdings nicht, die EntwicklerInnen zu einer Entscheidung zwischen den beiden großen Desktops GNOME und KDE zu zwingen, sondern sie dabei zu unterstützen, Applikationen zu schreiben, die unter beiden reibungslos laufen. Insofern werde man auch nicht bei null beginnen sondern auf der Arbeit des freedesktop.org-Projekts - das sich bereits seit dem Jahr 2000 der Desktop-Interoperabilität verschrieben hat - aufbauen.

Zertifizierung

Erste Ergebnisse - in Form einer Spezifikation - soll es bereits Anfang 2006 geben. Anschließend soll auch damit begonnen werden, Anwendungen nach der "Linux Standard Base Desktop" zu zertifizieren. (red)

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