IBM übertritt Analysten-Erwartungen

7. November 2005, 13:34
2 Postings

Im Dienstleistungs- und Software-Bereich konnte sich das Unternehmen gut entwickeln

Armonk - IBM hat im dritten Quartal 2005 wegen steuerlicher Sonderbelastungen von 525 Mio. Dollar (437 Mio. Euro) im Zusammenhang mit der geplanten Repatriierung von kumulierten Auslandsgewinnen in Höhe von neun Mrd. Dollar (7,4 Mrd. Euro) etwas weniger verdient.

IBM hat sich im Dienstleistungs- und im Software-Bereich gut entwickelt. Das Hardware-Geschäft lief ohne die verlustbringende Personal-Computer-Sparte ebenfalls besser. Die PC-Sparte war an den größten chinesischen PC-Hersteller Lenovo verkauft worden.

Der IBM-Umsatz fiel im Juli-September-Abschnitt gegenüber der Vorjahreszeit um acht Prozent auf 21,5 Mrd. Dollar, gab die in Armonk bei New York ansässige Gesellschaft am Montag nach Börsenschluss bekannt. Klammert man jedoch die PC-Umsätze im dritten Quartal 2004 aus, dann stieg der Konzernumsatz um vier Prozent.

Gefallener Quartalsgewinn

Der Quartalsgewinn fiel um 2,5 Prozent auf 1,5 Mrd. Dollar. Der Gewinn pro Aktie stieg auf 94 (92) Cent je Aktie. IBM verdiente unter Ausklammerung von Sonderfaktoren 1,26 (1,03) Dollar je Aktie, während die Wall Street mit 1,13 Dollar gerechnet hatte. Die Gewinnmarge erhöhte sich auf 40,6 (36,5) Prozent. IBM hatte am Ende der Berichtszeit 8,3 Mrd. Dollar liquide Mittel. Das Unternehmen kaufte im dritten Quartal eigene Aktien im Wert von 1,7 Mrd. Dollar zurück.

IBM legte mit seiner Dienstleistungssparte, dem mit Abstand größten Geschäftsbereich, im dritten Quartal um 3,3 Prozent auf 11,7 Mrd. Dollar zu. IBM holte in diesem Bereich Aufträge von elf Mrd. Dollar herein und hatte einen Auftragsbestand von 113 Mrd. Dollar.

Bei Hardware gab es wegen des PC-Spartenverkaufs einen Umsatzrückgang von 32 Prozent auf 5,1 Mrd. Dollar. Klammert man die PC-Zahlen der Vorjahresvergleichszeit aus, steigerte IBM seinen Umsatz mit Großrechnern, Servern und anderen Computern um sieben Prozent. Die neu eingeführten Serien-Großrechner kamen bei den Kunden gut an. Der Softwareumsatz legte um fünf Prozent auf 3,8 Mrd. Dollar zu.

Restrukturierung zeitigt Wirkung

IBM steigerte seinen Umsatz in Nord- und Südamerika ohne PCs und unter Berücksichtigung von Wechselkursveränderungen um fünf Prozent auf 9,6 Mrd. Dollar und in der Region Europa/Naher Osten/Afrika um fünf Prozent auf 6,9 Mrd. Dollar. "Unsere Restrukturierungsaktionen und unser gestrafftes Management in Europa beginnen, Resultate zu zeigen", betonte IBM-Konzernchef Samuel J. Palmisano. "IBM hatte ein gutes Quartal", erklärte er. Es gab im asiatisch-pazifischen Raum auf dieser Basis einen Umsatzrückgang von zwei Prozent auf 4,3 Mrd. Dollar. Die Umsätze mit anderen Computerherstellern stiegen um zwölf Prozent auf 814 Mio. Dollar.

Der Neunmonatsumsatz fiel um 2,8 Prozent auf 66,7 Mrd. Dollar. IBM verdiente in den ersten neun Monaten dieses Jahres 4,7 (4,6) Mrd. Dollar oder 2,90 (2,72) Dollar je Aktie. Dabei waren die steuerlichen Belastungen für die Gewinnrückführung, Sonderkosten von 1,7 Mrd. Dollar vor Steuern für die Restrukturierung, ein Vorsteuergewinn von 1,1 Mrd. Dollar aus dem Verkauf der PC-Sparte und sonstige Einkünfte im Zusammenhang mit einem Vergleich mit Microsoft in Höhe von 775 Mio. Dollar berücksichtigt. (APA)

Link

IBM
Share if you care.