Europäische Anleger setzen auf Rentenfonds

15. November 2005, 11:01
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Weltweit verwaltetes Fondsvermögen stieg im ersten Halbjahr auf über 13 Billionen Euro

Wien - Weltweit verzeichnete die Investmentbranche im ersten Halbjahr 2005 einen Anstieg der verwalteten Anlagegelder um 12,4 Prozent auf über 13 Billionen Euro. Bei Betrachtung der einzelnen Regionen wies Japan mit einem Plus von zehn Prozent auf 337 Mrd. Euro den höchsten Anstieg auf, dicht gefolgt von Europa mit plus 9,1 Prozent auf 4,9 Billionen Euro, wie eine Erhebung von DWS Investment ergeben hat. Der weltweit größte Fondsmarkt USA erzielte einen vergleichsweise bescheidenen Anstieg von 1,3 Prozent auf 6,8 Mrd. Euro.

  • Europa: Der Anstieg der verwalteten Gelder resultierte zum einen aus der positiven Entwicklung der europäischen Aktienmärkte, zum anderen trugen anhaltend hohe Mittelzuflüsse zum Wachstum bei. Diese stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33 Prozent auf 94,4 Mrd. Euro und übertrafen die des Gesamtjahres 2004.

    Vor allem Rentenfonds standen im Fokus der Anleger: 54 Mrd. Euro und damit 57 Prozent aller von europäischen Anlegern neu investierten Gelder flossen in diese Kategorie. Aktienfonds wiesen mit einem verwalteten Fondsvermögen von 1463 Mrd. Euro einen Anstieg von 10,5 Prozent auf. Während in Großbritannien fast 80 Prozent der Gelder in Aktienfonds investiert sind, präferieren italienische (47 Prozent) und deutsche Anleger (38 Prozent) vor allem Rentenfonds.

  • USA: Die Mittelzuflüsse fielen am weltweit größten Fondsmarkt zwar moderat aus, doch flossen mit über 35 Mrd. Euro mehr als fünfmal so viel neue Mittel in Investmentfonds wie im Vorjahreszeitraum. Dabei lagen Aktienfonds erneut in der Gunst der Anleger. Die zweithöchsten Zuflüsse wiesen gemischte Fonds auf. Bei Rentenfonds gab es mit positiven Nettomittelaufkommen eine Trendwende, sicherlich nicht zuletzt aufgrund der Zinserhöhungen durch die amerikanische Notenbank.

  • Japan: Während japanische Anleger Gelder aus Renten-und Geldmarktfonds von insgesamt über vier Mrd. Euro abzogen, flossen über 28 Mrd. Euro neue Mittel in Aktienfonds. Unter Berücksichtigung der Mittelzuflüsse ergibt sich für die japanischen Fonds ein durchschnittlicher Wertzuwachs von 2,1 Prozent in den ersten sechs Monaten des Jahres. (bpf, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.10.2005)
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