"Leitlinien" für BAWAG P.S.K.-Mitarbeiter

9. November 2005, 10:13
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Gewerkschaftsbank gibt Sprachregelung aus und empfiehlt: "Keinesfalls Aussagen oder Vermutungen zum Themenkreis äußern"

Wien - In der Affäre um den US-Börsemakler Refco hat die BAWAG P.S.K. als kreditgebende Bank eine "Sprachregelung" für ihre Mitarbeiter verhängt. In einem Schreiben mit dem Titel "Leitlinien für Gespräche zum Thema Refco", das der APA vorliegt, empfiehlt die Bank ihren Mitarbeitern folgende unmissverständliche Sprachregelung: "Zu den Vorgängen bei Refco dürfen wir auf Grund der laufenden Ermittlungen nichts sagen."

Die Mitarbeiter sollten "keinesfalls Aussagen oder Vermutungen zum Themenkreis 'Refco, Phillip Bennett, Verdacht auf betrügerische Handlungen, etc.'" äußern. "Diese Vorgänge sind Gegenstand von behördlichen Ermittlungen in den USA. Es sind daher unbedingt Aussagen oder Vermutungen zu diesen Themen zu vermeiden", heißt es in dem Schreiben. Und: "Auch Angaben und Details zu unserer Kreditlinie und zur Besicherung sind auf Grund der laufenden Ermittlungen wegen Betrugsverdacht unbedingt zu vermeiden."

Den Kunden sollen die Mitarbeiter denn aber doch versichern: "Kein Kunde der BAWAG P.S.K. ist von den Vorgängen direkt oder indirekt betroffen. Wir sind die viertgrößte Bank Österreichs. Wir sind für alle Fälle gut vorbereitet. Auf Grund unserer Größe und Stärke werden wir die Situation gut meistern." (APA)

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