Klien von Fixplatz 2006 überzeugt

10. November 2005, 13:34
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Teamchef Horner lobte den Österreicher nach dessen fünftem Platz: "Brillant!" - Motorsport­direktor Marko mit Saison zufrieden

Wien - Die Formel-1-WM 2005 ist am Sonntag in Shanghai nach 19 Rennen mit dem totalen Triumph für Renault und Fernando Alonso zu Ende gegangen, Red Bull feierte nach dem fünften Platz von Christian Klien eine ausgiebige Saison-Abschiedsparty: Zwar ging der Kampf um Platz sechs in der Konstrukteurs-WM gegen BAR-Honda verloren, Red-Bull-Motorsportdirektor Helmut Marko bilanzierte aber trotzdem positiv. "Wir haben 34 Punkte gemacht, das ist mehr als Jaguar in drei Jahren."

Das ganze Finale, die letzten Rennen waren sensationell", freute sich auch der Vorarlberger, der nach der monatelangen Cockpit-Teilung mit Tonio Liuzzi in den letzten fünf Rennen gesetzt gewesen war und letztlich 15 der 19 Saisonrennen bestritten hatte. Teamchef Chris Horner lobte Klien: "Brillant!"

Problemfaktor Cockpit-Teilung

"Es war wegen der Cockpit-Teilung keine einfache Saison, weil lange kein Rhythmus zu Stande kam", bilanzierte Klien über seine zweite Saison. Seit ihm das Red-Bull-Cockpit aber fix gehörte, zeigte der junge Vorarlberger groß auf. Der vierte Startplatz in Japan war ebenso ein Karriere-Highlight wie Platz fünf zum Abschluss in China, damit überholte Klien doch noch Alexander Wurz in der Fahrer-WM.

Red Bull hat derzeit mit David Coulthard, Klien, Vitantonio Liuzzi, Scott Speed und Neel Jani zwar lediglich fünf Fahrer für die zwei WM-Teams (Red Bull Racing und Squadra Toro Rosso) 2006 nominiert, auch Klien ist aber überzeugt, nun seinen Platz neben David Coulthard im Cockpit des großen Bullen-Teams sicher zu haben. Klien: "Es wird mein drittes Jahr. Und ich sehe für Red Bull Racing mit dem Ferrari-Motor wirklich eine sehr gute Zukunft."

Ernüchterndes Jahr für Ferrari

Die hat hoffentlich auch wieder Ferrari. Denn das ernüchternde Jahr endete in Shanghai sogar mit einer Verwarnung für den entthronten Weltmeister Michael Schumacher, dessen Schlussvorstellung inklusive Crash in der Einführungsrunde mit dem Minardi von Christijan Albers von einigen Fachleuten sogar als "peinlich" bezeichnet wurde.

A propos Wurz: Der Niederösterreicher hofft noch immer auf den zweiten Platz im BMW. Dort wird Nick Heidfeld Ende November erste Tests mit dem neuen V8-Motor bestreiten, auch die Teamfarben (weiß, blau, rot) scheinen fix zu sein. Ob Wurz aber Jacques Villeneuve oder einen anderen Kandidaten ausstechen kann, wird immer fraglicher.

Keine Frage ist, dass Red Bull auch 2006 seine positiven Auftritte in der Formel-1-WM fortsetzen wird. Sonntagabend gab es in Shanghai ein gigantisches Abschlussfest mit 1.500 Gästen in einem provisorischen Bambusdorf am Ufer des mitten durch die Stadt fließenden Huanpu-Flusses.(APA)

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    Klien verabschiedete sich mit einem fünften Platz von seiner zweiten GP-Saison.

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