Premiere: Aufbau von Free-TV-Sender wohl billiger als Kauf

4. November 2005, 16:21
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Abdeckung von 80 Prozent in Deutschland und Österreich erreichbar

Premiere-Vorstandschef Georg Kofler neigt aus Kostengründen dazu, einen frei empfangbaren Fernsehsender selbst aufzubauen als einen bestehenden zu kaufen. "Uns reizt der Gedanke, es selbst zu machen. Die Chance, dass eine selbst gestrickte Lösung günstiger ist, ist größer", sagte Kofler der Anlegerzeitung "Euro am Sonntag".

Mit einem eigenen Sender und der Miete von Programm-Fenstern bei anderen Sendern ließe sich die Abdeckung von 80 Prozent in Deutschland und Österreich erreichen, die Premiere dem Europäischen Fußballverband Uefa für die Übertragung der "Champions League" versprochen hat.

Teileinstieg ausgeschlossen

Einen Teileinstieg bei einem Sender schloss Kofler aus: "Wir kaufen ganz oder gar nicht", sagte er der Zeitung. Dem Kauf des EM.TV-Sportsenders DSF zu dem in Medien genannten Preis von 200 Mio. Euro hatte Kofler zuletzt eine Absage erteilt. EM.TV-Chef Werner Klatten hatte mit einer Partnerschaft für den Sender geliebäugelt, einen Komplettverkauf aber ausgeschlossen.

Champions Leaque-Rechte

Premiere hatte für die Saison 2006/07 nicht nur die Pay-TV-, sondern auch die Übertragungsrechte an der Champions League für das frei empfangbare Fernsehen gekauft. Wenn Premiere bis März 2006 nicht über einen Free-TV-Kanal verfügt, fallen die Rechte wieder an die Uefa zurück. (APA/Reuters)

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