Ljubicic triumphiert in der Stadthalle

9. Dezember 2005, 10:32
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Dreisatz-Sieg über Juan Carlos Ferrero bei der 20. Auflage der BA-CA-Trophy

Wien - Ivan Ljubicic hat am Sonntag bei der 20. BA-CA-Trophy in Wien seinen aktuellen Erfolgsrun fortgesetzt. Der 26-jährige Kroate gewann das Finale gegen den Spanier Juan Carlos Ferrero nach 2:31 Stunden mit 6:2,6:4,7:6(5) und hat damit nach Metz in der Vorwoche seinen zweiten Erfolg en suite gefeiert. Ljubicic sicherte sich seinen dritten ATP-Titel ohne Satzverlust und kassierte dafür einen Siegerscheck in Höhe von 108.600 Euro.

"Das ist unglaublich, ich bin sehr, sehr glücklich", meinte Ljubicic, der nach dem Matchball zum Siegerkuss zu seiner Frau Aida gelaufen war. "Anfang der Woche war ich sehr müde, doch die ersten Spiele waren eher kürzer und so hatte ich Zeit mich zu erholen", sagte der Kroate, der heuer auch hauptverantwortlich für den ersten Finaleinzug des kroatischen Daviscup-Teams war. Bei allen drei Begegnungen auf dem Weg ins Endspiel gegen die Slowakei (2. bis 4. Dezember in Preßburg) steuerte er das Maximum von drei Punkten bei.

Mit bis zu zehn Stunden Schlaf in der Nacht und zusätzlich oft zwei Stunden untertags hat sich Ljubicic von den Strapazen der vergangenen Wochen sehr gut erholt. Im Finish des Jahres bekommt er auch zurück, was er am Beginn verpasst hat: Vier Mal war Ljubicic in den ersten zwei Monaten bis ins Finale vorgestoßen (Doha, Dubai, Marseille, Rotterdam), vier Mal musste er sich mit Platz zwei begnügen. In Doha, Rotterdam und Dubai scheiterte er im Finale jeweils erst an Roger Federer.

In seinem heuer sechsten Endspiel holte der gebürtige Bosnier den zweiten Titel, vor Metz war er 2001 in Lyon erfolgreich gewesen. Man darf gespannt sein, wie lange er seine aktuelle Serie von zwölf Siegen en suite (inklusive Daviscup) auch beim am Montag beginnenden Masters-Series-Turnier in Madrid fortsetzen kann.

Nach einem Freilos trifft er auf Jiri Novak (CZE) oder einen Qualifikanten. In Runde drei könnte es zum Duell mit seinem Daviscup-Kollegen Mario Ancic kommen. Diese beiden kommen vom 10. bis 12. Februar auch zum Daviscup-Erstrundentreffen nach Österreich. Eventuell kehrt er sogar auf den Schauplatz seines Triumphes in Wien zurück, auch die Stadthalle ist als Austragungsort im Gespräch.

Vor den Augen von Bundespräsident Heinz Fischer überzeugte Ljubicic u.a. mit seinem ausgezeichneten Aufschlag. Nicht weniger als 20 Asse krachten Ferrero um die Ohren, allein drei davon im letztlich entscheidenden Tie-Break des dritten Satzes. Der immer stärker werdende Spanier hätte wohl liebend gern den vierten Satz erreicht, dann hätte das Match gegen einen müder werdenden Ljubicic kippen können.

Bei 6:3 im Tie-Break kam Ferrero noch auf 5:6 heran, doch Ljubicic konterte. "Ich habe mich ein bisschen müde gefühlt und da möchte man natürlich keinen vierten Satz spielen. Es ist toll, dass ich hier keinen Satz abgegeben habe." (APA)

  • Der Sieger hat den Pokal.

    Der Sieger hat den Pokal.

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