Hollywood klagt falsche Filmseiten

29. November 2005, 13:26
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Kostenpflichtige Links zu illegalen Downloads am Pranger

Die Motion Picture Association of America (MPAA), der Branchenverband der US-Filmindustrie, zieht gegen sechs Websites, die sich fälschlicherweise als Musik- und Film-Download-Portale ausgeben, vor Gericht. Die MPAA hat die Klagen eingereicht, da die Websites illegale Download-Seiten verlinken und dafür Gebühren verlangen. "Wir werden den Betrug mit dem illegalen Handel von Filmen nicht tolerieren", so die MPAA.

Kostenpflichtige Webseiten

Im Gegensatz zu den meist kostenfreien Peer-to-Peer-Plattformen verrechnen die angeklagten Seiten zwischen 20 Dollar (rund 17 Euro) für eine Testzeit von drei Monaten und 40 Dollar für einen "lebenslangen Zugang". Die MPAA wirft den Betreibern der Websites vor, dass die User in die Irre geführt werden und denken, sie würden auf diesen Seiten legal Filme herunter laden können. Auch die Aufmachung der Seiten würde auf legale Download-Services hinweisen, da Copyright-geschützte Bilder von Top-Filmen verwendet werden. "Diese Seiten bringen User dazu, unwissentlich das Gesetz zu brechen", meint MPAA-Vorsitzender Dan Glickman.

MovieLab

Im September dieses Jahres haben die sechs größten Hollywood-Studios ein Konsortium mit dem Namen MovieLab gegründet, um neue Technologie für den Kampf gegen Piraterie entwickelt. Laut Glickman seien zahlreiche Film-Download-Seiten online und Websites wie die sechs Angeklagten würden deren Geschäft und Glaubwürdigkeit schaden. In den USA sind Services wie Movielink oder CinemaNow online, bei denen die User gegen eine Gebühr einen Film per Internet ansehen, aber nicht herunter laden können.(pte)

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