Wellness-Tester ortet Fehlinvestitionen

7. November 2005, 14:27
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"Wellness oft an Bedürfnissen vorbei"

Wien - Österreich hat die größte Dichte an Wellnesshotels überhaupt. Bis Herbst hat sich die Zahl der Häuser mit einschlägigen Einrichtungen im Jahresabstand um 71 auf 752 erhöht. "Die Quantität sagt aber noch nichts über die Qualität aus", stellte Christin Werner, Tester von Wellnesshotels und Herausgeber des Relax Guide, im STANDARD-Gespräch klar. "Es wird heftig in allerlei Wohlfühldinge investiert, oft aber an den Bedürfnissen vorbei."

Das Angebot immer skurriler. Da biete etwa ein Hotel eine "Schokotherapie" an: um 246 Euro gibt es eine Massage mit Zartbitterschokolade, Körperpeeling mit Kaffeepulver und als Krönung eine Packung mit Mousse au Chocolat. In Tirol wiederum seien Heubäder angesagt. Statt in echtes Heu werden die Gäste fallweise in Wannen voll Wasser gesteckt, das mit irgendwelchen Ölen aufgepeppt wurde: "Die Gäste sind entsprechend enttäuscht und kommen nicht wieder." Werner rechnet heuer nur mit 40 Wellnesshotels, die neu dazukommen. "Die Kurve flacht ab". (Günther Strobl, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 15./16.10.2005)

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