Hoher Minnesang

15. März 2006, 10:56
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Der ehemalige Rektor der Uni Wien, Alfred Ebenbauer, wurde 60

Zunächst wurde feierlich gesprochen, danach feierlich gesungen, und so oder so war es ein einziges Lob- und Liebeslied, das am Donnerstag auf den langjährigen Rektor der Wiener Universität, Alfred Ebenbauer, angestimmt wurde. Der vorgebliche Grund war ein biologischer, den die blendende Verfassung des überaus jugendlichen Altrektors ausgezeichnet zu verschleiern wusste: Der 60. Geburtstag Ebenbauers bildet insofern eine Zäsur im Universitätsbetrieb, als sich Ebenbauer endgültig aus dem Funktionärsdasein in die Lehre und Forschung verabschiedet.

Ebenbauers ehemals bester Feind, Ex-Wissenschaftsminister Erhard Busek, unterstrich in seiner Ansprache nicht nur die Verdienste, die sich der Geehrte als längstdienender Hausherr am Ring von 1991 bis 1998 erworben hatte, sondern vor allem seine menschlichen Qualitäten. Sie waren auch jenen Gästen geläufig, die Ebenbauer nicht als brillanten Mediävisten und verständigen Lehrer kennen lernen durften. (kob/DER STANDARD, Printausgabe, 15./16.10.2005)

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