UNO-Kommission wirft Besatzungstruppen Aushungerung von Zivilisten vor

Redaktion, 18. Oktober 2005, 18:47

Jean Ziegler spricht von Völkerrechtsverletzung - US-Streitkräfte weisen Anschuldigungen als falsch zurück

Genf - Die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen hat den US-geführten Koalitionstruppen im Irak schwere Verstöße gegen die Genfer Konventionen vorgeworfen. Es gebe Berichte, wonach der Zivilbevölkerung immer wieder Lebensmittel und Wasser vorenthalten würden, um sie zur Flucht aus Kampfgebieten zu zwingen, erklärte der UNO-Anwalt Jean Ziegler am Freitag in Genf. Dies sei eine flagrante Verletzung des Völkerrechts. Ein amerikanischer Militärsprecher wies die Vorwürfe als unzutreffend zurück.

Einige Menschen schon verhungert

Ziegler gestand den Koalitionstruppen zu, dass sie im Kampf gegen die Aufständischen Zivilpersonen schützen und sie deshalb aus den Rebellenhochburgen entfernen wollten. Dies rechtfertige jedoch nicht die Vorenthaltung lebenswichtiger Versorgungsgüter. Viele Menschen, denen die Ausreise beziehungsweise die Flucht aus Kampfgebieten nicht gelungen sei, litten an Hunger. Einige seien sogar schon verhungert. Ziegler will der UNO-Vollversammlung Ende Oktober einen detaillierten Bericht vorlegen und nach eigenen Worten auch eine Resolution zur Verurteilung der Praxis anregen.

Ein US-Militärsprecher in Bagdad, Oberstleutnant Steve Boylan, erklärte, die Anschuldigungen seien völlig falsch. Der Bevölkerung werde nichts vorenthalten. (APA/AP)

IV genfer abkommen

"....Die Besatzungsmacht ist verpflichtet, für die Bevölkerung des besetzten Gebietes die Versorgung mit Nahrung und medizinischen Artikeln sicherzustellen und hat, wenn sie sich dazu außerstande sieht, Hilfslieferungen zuzulassen (Artikel 55 und 59). Die Tätigkeit der jeweiligen nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften und ähnlicher Hilfsorganisationen darf durch die Besatzungsmacht nicht eingeschränkt werden (Artikel 63). Das Strafrecht des besetzten Gebietes soll in Kraft bleiben, es sei denn, dass dies eine Gefahr für die Sicherheit der Besatzungsmacht oder eine Behinderung der Umsetzung des Genfer Abkommens IV darstellt (Artikel 64)."
wer im zusammenhang mit dem irak von "demokratie" spricht, sollte keine hemmung haben auch KRIEGSVERBRECHEN laut auszusprechen.
die sind im gegensatz zum demokratiegerücht nämlich hinlänglich und zahlreich belegt!

sollten nicht

die rebellen die zivilbevölkerung in den von ihnen gehaltenen gebieten garantieren?

ach so, das ist ja keine staatkliche aemee, und sie sind deshalb diesen konventionen nicht unterworfen ...

mfg
johann potakowskyj

wir bzw zumindest ich erfahre nichts aus obigem artikel, was die versorgungssituation in den vom widerstand gehaltenen gebieten (gibts die überhaupt, ist nicht schon der ganze irak 'befreit'?)betrifft. ich erfahre lediglich etwas über den unwillen, vielleicht auch nur das unvermögen der kolonialmacht, tippe allerdings auf ersteres, die bevölkerung dort zu versorgen, wo es zu ihren aufgaben gehört

hätten sie die resourcen würden sie das sicher, die rebellen kommen ja aus der bevölkerung......und kämpfen zumindest aus ihrer sicht für das volk...

Fundamentalisten

Es hat zwar schon in Vietnam nicht funktioniert. Aber die Rechtfertigungen hören sich immer noch so an: "Wir mussten die Stadt zerstören um sie zu retten".
Die neuere Variante also: "Wir mussten die Leute verhungern lassen, um sie vor den Terroristen zu retten. Gott sei ihrer Seele gnädig."

wer sich in seinen mitteln nicht beschränkt.....

...ist ein TERRORIST.
diese berichte zeigen dann auch, weshalb die besatzung immer öfter terrorbesatzung genannt wird!

wer nicht für uns ist, ist gg uns - der widerstand ist gegen sie, die bevölkerung ist gg sie, die allg stimmung ist gg sie, da heißts gegenmaßnahmen setzen - repression, die wird man doch noch zu guten und willigen lakaien transformieren können - und die terroristen lassen die bevölkerung hungern, diese undankbaren eingeborenen, sind sie jetzt doch frei und haben demokratie, und alles kann man nun auch wieder nicht haben

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