EU-Justizkommissar Frattini: Festnahmen belegen Terror-Gefahr für Europa

5. November 2005, 12:35
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Niederländischer Innenminister: "Wir haben eine akute Bedrohung beseitigt"

Brüssel/Den Haag - EU-Justizkommissar Franco Frattini gratulierte der niederländischen Polizei zur Festnahme der Terror-Verdächtigen. Die jüngsten Ereignisse zeigten, dass der Terrorismus eine dauernde Gefahr auch für die Mitgliedsstaaten der EU darstelle, erklärte Frattini am Freitag in Brüssel. Er sei besonders besorgt, weil die Verdächtigen noch sehr jung seien. Man müsse sich um Jugendliche in jenem Alter kümmern, in dem sie für Aufrufe zu radikaler Gewalt besonders anfällig seien.

"Akute Bedrohung beseitigt"

"Wir haben eine akute Bedrohung beseitigt", sagte unterdessen der niederländische Innenminister Johan Remkes. Es habe klare Hinweise gegeben auf geplante Anschläge auf Politiker und auf das Gebäude des Geheimdienstes AIVD in Leidschendam bei Den Haag. Dieses Gebäude sowie mehrere Ministerien und eine nicht genannte Anzahl von Personen würden jetzt stärker als bisher bewacht. Justizminister Piet Hein Donner betonte, darüber hinaus gebe es aber keine Erhöhung der Alarmstufe.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden sechs Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren sowie eine 24-jährige Frau festgenommen. Der Innenminister rechnete sie der so genannten Hofstad-Gruppe zu, einem Netzwerk islamistischer Extremisten, die nach Überzeugung der Ermittler terroristische Anschläge planen. "Ungeachtet früherer Verhaftungen ist diese Gruppe größer geworden. Sie besteht aus jungen Männern und jungen Frauen", sagte Remmers. "Sie operiert unabhängig und hat niederländische Ziele im Visier." (APA/dpa)

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