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3. November 2005, 20:07
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Personenverkehrs-Vorstand Wehinger verspricht neue Züge, mehr Verbindungen und bessere Abstimmung - Weiterer Personalabbau geplant

Wien - Im Vergleich zum heutigen Stand werde Österreich bis zum Jahr 2012 nachgerade ein "Eisenbahnwunderland" werden, versprach der seit einem Jahr amtierende ÖBB-Personenverkehrsvorstand Stefan Wehinger am Freitag im Ö1-"Mittagsjournal". Mit dem viergleisigen Ausbau der Westbahn bis Salzburg und der weitgehenden Umsetzung der Fahrzeuginvestitionen habe das neue Management entscheidende Weichen für die Personenverkehrszukunft gestellt.

Von den Österreichern seien heuer deutlich mehr Bahn-Tickets gelöst worden, vor allem bei den "schnellen und bequemen" Verbindungen wie der Westbahn verzeichne man Zuwächse von 60 Prozent und mehr.

20 bis 24 neue Züge

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember hofft man auf weiteren Kundenzuwachs. So sollen auf der Westbahn vier neue Züge zwischen Wien und Salzburg in der "Rekordzeit" von 2 Stunden 31 Minuten unterwegs sein, auch die Abstimmung von Zugs- und Busverbindungen werden weiter verbessert, so Wehinger.

In der geplanten Anschaffung von 20 bis 24 neuen Zügen soll bis Jahresende eine Entscheidung fallen, investiert werden bis zu 300 Millionen Euro. Die ÖBB wollen so das Durchschnittsalter der Waggons, das derzeit bei 21 Jahren liegt, nach unten drücken.

Wehingers Vorstandskollegin Wilhelmine Goldmann sagte im Ö1-"Mittagsjournal", dass im ÖBB-Personenverkehr - der derzeit inklusive Postbus und Traktion 15.500 Mitarbeiter umfasst - mit weiterem Personalabbau zu rechnen sei. Konkrete Zahlen nannte sie nicht, sprach jedoch von "kreativen Maßnahmen", die man sich überlegen werde, um den Abbau "abzufedern".

Tariferhöhung ausgeschlossen

Wehinger betonte, dass man derzeit nicht an eine Fahrpreiserhöhung denke, auch wenn die Energiepreise zuletzt deutlich zulegten, wovon auch die ÖBB betroffen seien. (red)

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    montage: derstandard.at
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