Zumtobel investiert zehn Millionen Euro in Dornbirn

28. Oktober 2005, 13:41
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Lichtkonzern konzentriert Spritzguss für Feuchtraumleuchten - Gleichzeitig Auslagerung von Produktionsschritten nach Rumänien

Bregenz - Der international tätige Lichtkonzern Zumtobel AG investiert zehn Mio. Euro am Konzernstammsitz in Dornbirn (Vorarlberg). Wie das Unternehmen am Freitag in einer Aussendung mitteilte, wird im kommenden Jahr der Spritzguss für Feuchtraumleuchten in Dornbirn konzentriert. Ein anderer Teil der Feuchtraumleuchten-Produktion wird hingegen in ein neues Werk nach Rumänien verlagert, das im Sommer 2006 den Betrieb aufnehmen soll.

Im kommenden Jahr will Zumtobel für die beiden konzerneigenen Leuchtenmarken Thorn und Zumtobel Staff eine neue Generation unterschiedlichster Feuchtraumleuchten auf den Markt bringen. Der Spritzguss für diese Leuchten sowie für den Industriezulieferer Reiss wird am Standort Dornbirn konzentriert. In Werkzeuge und eine vollautomatische Montageanlage werden dafür zehn Mio. Euro investiert. Durch die neue Montageanlage wird das Produktionsvolumen im Werk Dornbirn nach Unternehmensangaben um 20 Prozent gesteigert.

Auslagerung nach Rumänien

Die Auslagerung nach Rumänien betrifft Pressteile für Feuchtraumleuchten der Marke Reiss sowie eine manuelle Montagelinie. Durch den Aufbau des Standorts in Rumänien gehen bei Zumtobel in Vorarlberg keine Arbeitsplätze verloren. "Die Zahl der Arbeitsplätze bleibt gleich", betonte Unternehmenssprecherin Astrid Kühn auf APA-Anfrage.

Die neue Montageanlage, die mit einem Großauftrag für die z-werkzeugbau-gmbh - den ehemals konzerneigenen Werkzeugbau - verbunden ist, wird im April 2006 ihren Betrieb aufnehmen. Die Vorbereitungen sind bereits am Laufen, im Winter sollen bestehende Anlagen vom Standort Tettnang (Bundesland Baden-Württemberg) nach Dornbirn verlagert werden.

"Es freut mich sehr, dass es uns bei dieser weit reichenden Entscheidung gelungen ist, ein wichtiges Signal zur Sicherung unserer Arbeitsplätze in Vorarlberg zu setzen und gleichzeitig durch die Verlagerung eines Teils der Produktion an einen Niedriglohnstandort unsere Wettbewerbsfähigkeit deutlich zu verbessern", sagte Konzernchef Andreas Ludwig. Durch solch innovative Modelle könne man die Ertragskraft des Unternehmens weiter steigern "und damit die Arbeitsplätze an den lohnintensiven Standorten zukunftssicher machen". (APA)

  • Wie das Unternehmen mitteilte, wird im kommenden Jahr der Spritzguss für
Feuchtraumleuchten in Dornbirn konzentriert.
    foto: zumtobel

    Wie das Unternehmen mitteilte, wird im kommenden Jahr der Spritzguss für Feuchtraumleuchten in Dornbirn konzentriert.

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