EA zapft Steven Spielbergs Kreativität an

11. Dezember 2005, 12:30
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Games-Hersteller lässt sich bei Spiele-Entwicklung unterstützen

Der weltweit größte Videospielhersteller Electronic Arts wird künftig mit Steven Spielberg zusammenarbeiten. Der Regisseur und Filmproduzent soll für drei neue Games das Konzept, die Story und die visuelle Aufmachung mitentwickeln. Spielberg wird direkt mit dem EA-Team in Los Angeles zusammenarbeiten, berichtet das Wall Street Journal. "Nachdem ich die Game-Industrie von einer Nische zu einer bestimmenden Kraft im Unterhaltungsgeschäft habe heranwachsen sehen, habe ich großen Respekt vor dem Verständnis von EA für das interaktive Format", sagt Spielberg.

Aufeinander

Die Kooperation von EA und Spielberg ist nur der jüngste einer Reihe von Schritten, die Hollywood und die Spieleindustrie in den vergangenen Jahren aufeinander zu gemacht haben. EA hat bereits in der Vergangenheit mit Hollywood-Vertretern zusammengearbeitet und erfolgreiche Spiele auf Grundlage von Kinohits wie Harry Potter und Herr der Ringe produziert. "Wir arbeiten schon länger mit Prominenten und auch weniger Prominenten aus Hollywood zusammen. Auch mit Steven Spielberg gab es bereits Kooperationen", sagt EA-Pressechef Martin Lorber im Gespräch mit pressetext. Mitte der Neunziger Jahre hatte der Regisseur selbst versucht mit Dream Works Interactive ins Games-Geschäft einzusteigen. Dieses Projekt, das gemeinsam von Dream Works und Microsoft getragen wurde, hatte jedoch nur mäßigen Erfolg und ging schließlich im Jahr 2000 in die Hände von EA über.

Genre unbekannt

In welche Genres die geplanten drei Spiele fallen werden, sei noch nicht bekannt. Die Kooperation mit Spielberg startet noch in diesem Jahr, einen Veröffentlichungstermin für die fertigen Games gibt es aber auch noch nicht, so Lorber gegenüber pressetext. In Europa hält Electronic Arts derzeit bei rund 1,3 Mio. Dollar Umsatz, das ist ein Plus von neun Prozent gegenüber dem Fiskaljahr 2004. Weltweit beschäftigt der Spielehersteller 5.500 Mitarbeiter, davon etwa 800 in Europa. In Deutschland liegt EA bei einem Marktanteil von 25 Prozent.(pte)

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