Comic-Werbung für Billig-Medikamente

4. November 2005, 16:48
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Kampagne "Frau Erika nimmt Generika" von communication matters für den Österreichischen Generikaverband

Mit einer Comic-Kampagne wollen communication matters für Sozialversicherungen und Arzneimittel-Industrie so genannte "Generika", also für Wirkstoff-gleiche Billig-Medikamente, bewerben. Unter dem Titel "Frau Erika nimmt Generika" sollen laut Wolfgang Andiel vom Generikaverband "unbegründete Ängste" der Patienten gegen die Billig-Medikamente abgebaut werden. Erich Laminger, Vorstands-Vorsitzender des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger, schätzte das Einsparungspotenzial durch Generika bei einer Pressekonferenz am Freitag auf 100 Millionen Euro.

Hintergrund der Aktion: Nach Ablauf des Patentschutzes können "Marken-Medikamente" nicht nur vom Erfinder, sondern auch von anderen Herstellern produziert werden. Der Effekt laut Hauptverbands-Chef Laminger: Um in den "Erstattungskodex" der Krankenkassen aufgenommen zu werden, müssen die Generika zumindest 46 Prozent billiger sein als das Original-Präparat. Und auch der Preis des Originals muss in Folge um 30 Prozent sinken, um weiterhin von der Sozialversicherung bezahlt zu werden.

Trotz des Preisvorteils gebe es bei vielen Patienten aber noch Vorbehalte, beklagte Andiel. Erst 15,4 Prozent der verordneten Medikamente sind nach Angaben des Hauptverbandes Generika. Dem Misstrauen der Kunden will man nun mit der Werbekampagne und den "Frau Erika"-Comics begegnen, die die Österreicher von den Vorteilen der Generika überzeugen sollen. In den nächsten Tagen sollen dazu rund 600.000 Comic-Strips an die Patienten verteilt werden. (APA)

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    foto: communication matters
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