Ungenügende Kennzeichnung bei Fahrradhelmen

17. Oktober 2005, 11:36
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Salzburger Konsumentenschutzreferent: "Sehr beunruhigend" - Warnhinweise fehlen

Salzburg - Als "nicht zufrieden stellend und sehr beunruhigend", kommentierte am Freitag Salzburgs Konsumentenschutzreferent LR Walter Blachfellner das Ergebnis einer aktuellen Überprüfung von Kinder- und Jugendfahrradhelmen durch das Konsumentenschutzreferat des Landes. Bei 23 von 35 Fahrradhelmen sei die vorgeschriebene Kennzeichnungspflicht über Größe, Gewicht, Verwendungszweck des Helmes, Herstellerjahr mangelhaft gewesen oder fehlte gänzlich, so Blachfellner in einer Aussendung.

Fehlende Gefahrenhinweise

Überprüft wurden in Sport- und anderen Geschäften in der Stadt Salzburg und Umgebung 35 verschiedene Helmmodelle von 19 Herstellern. Auch der Warnhinweis "Strangulationsgefahr" habe bei einigen Modellen gefehlt oder war nur in englischer Sprache vorhanden. Eine entsprechende Informationsbroschüre über Verwendung und individuelle Einstellung des Helmes war nur bei zwölf Helmen vorzufinden.

Die ungenügende Kennzeichnungs- und Informationspflicht sei gerade in Anbetracht des tragischen Unfalls mit einem Fahrradschutzhelm der sechsjährigen Franziska im SOS-Kinderdorf in Seekirchen vor rund zwei Monaten besonders unbefriedigend. "Offenbar haben noch zu viele Händler und Hersteller nichts aus der Tragödie in Seekirchen gelernt", kritisierte Blachfellner.

Der Landesrat will nun mit weiteren Kontrollen, verstärkter Information für Kindergärten, Schulen und Horte eine Verbesserung der Situation erreichen. Ferner wird der Produktsicherheitsbeirat, der beim Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz eingerichtet ist, mit dem Prüfergebnis befasst. (APA)

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