UNO zieht die meisten Mitarbeiter aus Darfur ab

24. November 2005, 14:05
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Wegen zunehmender Gewalt

Khartum - Wegen der zunehmenden Gewalt in der westsudanesischen Krisenregion Darfur wollen die Vereinten Nationen (UN) eines Großteil ihres Personals von dort abziehen.

Nur eine Rumpfmannschaft werde in der Region bleiben, sagte eine UN-Sprecherin am Donnerstag in Khartum. "Das ist eine Vorsichtsmaßnahme wegen der Gewalt." Auf Grund zunehmender Kämpfe und Übergriffe von Banditen hätten sich die Hilfskräfte zuletzt ohnehin nur noch in einem sehr kleinen Gebiet bewegen können. Am Mittwoch hatten UN-Vertreter mitgeteilt, dass die internationale Hilfe die 650.000 Flüchtlinge in Darfur nicht habe erreichen können.

Auch vor Truppen der Afrikanischen Union (UN), die den anfälligen Waffenstillstand zwischen Rebellen und Regierungstruppen in Darfur überwachen sollen, hatte die Gewalt keinen Halt mehr gemacht: Am Wochenende waren erstmals Mitglieder des Kontingents Opfer eines Hinterhalts geworden.

Vier Soldaten und zwei zivile Mitarbeiter wurden dabei getötet. Die AU macht die größte Rebellengruppe des Landes, die Sudanesische Befreiungsarmee (SLA), dafür verantwortlich.

In dem jahrelangen Konflikt wurden in Darfur Zehntausende Menschen getötet und mehr als zwei Millionen vertrieben. (APA/Reuters)

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