Schlacht der Shirts: "Budern statt sudern" entrüstet ÖVP

23. Oktober 2005, 17:17
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Wahlslogans "sinnvoll verwandelt"

WienFPÖ-Chef Heinz- Christian Strache hat bei Milan Simic kein Leiberl. Dafür hat Simic, auch bekannt als Milo von der HipHop-Band Schönheitsfehler, ein Herz für echte Wiener – und zwar solche, die sich gegen die FPÖ-Plakatkampagne wehren wollen.

Geschlagen werden soll Strache mit den eigenen Waffen. Sein Slogan "Damit der echte Wiener nicht untergeht" wurde kurzerhand auf T-Shirts gedruckt, mit Zusätzen, die von diversen Plakatschmierereien inspiriert wurden: "tuad a eh ned" oder ein "r" vor "echt" kombiniert mit einem durchgestrichenen "nicht". Bezogen werden können die Shirts bei Simics Firma Merchzilla um 18 Euro. Ein Euro pro verkauftem Shirt gehen an das Flüchtlingsprojekt von Ute Bock.

So könnten die "optischen Belästigungen" der Plakate in "etwas Sinnvolles verwandelt" werden, freut sich Simic über Straches indirekte Unterstützung von Ute Bock. Dass die Leiberl in rot-weiß gehalten sind, hänge aber nichts mit parteipolitischem Engagement zusammen.

Auch die Grünen setzen auf Anspielungen: Die neueste Shirt-Kollektion schmückt das Gesicht von VP-Bildungsministerin Elisabeth Gehrer mit den Slogans "Budern statt sudern" oder "Oral statt Moral" – bei der VP-Wien reagiert man moralisch-entrüstet. (kri/DER STANDARD, Print-ausgabe, 14.10.2005)

  • "Damit der rechte Wiener untergeht"
    www.merchzilla.com

    "Damit der rechte Wiener untergeht"

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