Efko behauptet Marktanteile und macht weniger Umsatz

28. Oktober 2005, 13:40
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Oberösterreichischer Gemüsevermarkter mit erfreulicher Entwicklung der Marktanteile und Investitionsplänen in Forschung und Entwicklung

Eferding - Der Umsatz des Gemüsevermarkters efko mit Sitz in Eferding in Oberösterreich ist im Geschäftsjahr 2004/05 (per 30. Juni) um 2,8 Prozent auf 65,2 Mio. Euro gesunken. Geschäftsführer Gerald Hackl begründete dies in einer Pressekonferenz am Donnerstag in Linz mit niedrigeren Verkaufspreisen. Durch Kostenreduktion in den Bereichen Produktion und Logistik habe man das Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (EGT) mit 2,7 Prozent des Umsatzes halten können.

Laut AC Nielsen habe der Lebensmittelhandel im ersten Halbjahr 2005 einen Umsatzrückgang von fast vier Prozent verzeichnet, so Hackl. Darüber hinaus sei im gleichen Zeitraum der Promotionanteil auf fast 25 Prozent stark gestiegen. "Die Folge waren niedrigere Verkaufspreise, denen auch efko sich nicht entziehen konnte", erklärte der Geschäftsführer.

Erfreulich sei laut Hackl die Entwicklung der Marktanteile. "Im hart umkämpften Sauergemüsemarkt konnte die Marke efko die Marktanteile von 35 Prozent halten. Im Segment Salate konnten wir sogar eine starke Steigerung von 38,7 auf über 44 Prozent erzielen", berichtete der efko-Chef. Das dritte Geschäftsfeld, der Bereich Feinkost, konnte im abgelaufenen Jahr eine "tolle Umsatzsteigerung" von über neun Prozent erzielen.

"Die Erträge bleiben zur Gänze im Unternehmen und werden wieder investiert", betonte Hackl. Im Geschäftsjahr 2005/06 seien Investitionen in Höhe von 4,8 Mio. Euro geplant. Insbesondere in Forschung und Entwicklung, in den Ausbau des Obstlagerhauses Traun bei Linz sowie in neue Technologien und in die verstärkten Exportaktivitäten soll investiert werden.

Die Auslandsaktivitäten haben sich laut Hackl sehr positiv entwickelt. Bereits mehr als 18 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet efko im Ausland. Über 15 Prozent seien direkt von den Tochterfirmen in Deutschland, Tschechien, Slowakei und Polen erzielt worden, knapp drei Prozent über Direktexporte von Österreich nach Ungarn, Kroatien und Italien.

Innovationen

efko will im laufenden Geschäftsjahr auf Innovationen setzen. So soll noch heuer eine Reihe neuer Produkte auf den Markt kommen - einerseits in Form von Sortimentserweiterungen und andererseits in Form von Produktneuheiten, erklärte Hackl. Unter der Submarke "Genuss Plus" ist ab kommender Woche ein Fruchtsnack im Handel erhältlich. Ziel sei es, im nächsten Jahr rund eine Mio. Becher des in vier Sorten angebotenen Produktes zu verkaufen. In der Produktfamilie der Standbeutel kommen im Herbst ebenfalls vier neue Sorten auf den Markt: Kartoffelsalat mit Speck, Grünkohl, Semmelkren und Marillenröster.

Das Eferdinger Unternehmen beschäftigt derzeit konzernweit rund 360 Mitarbeiter, zirka 300 davon sind in Österreich tätig. (APA)

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    foto: efko
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