"Tatsächlich betrügerische Absicht liegt im Promillebereich"

31. März 2006, 16:35
13 Postings

Franz Karner, Geschäftsführer des Online-Auktionshauses OneTwoSold, über Internetkriminalität, echte Schnäppchen und die Zukunft des Online-Shoppings

Seit dem Start im Jahr 2000 handeln über 330.000 registrierte Kunden beim Online-Auktionshaus OneTwoSold, 4500 Artikel gehen dabei täglich über die virtuelle Ladentheke. Am häufigsten werden dabei elektronische Geräte, DVDs und Videospiele verkauft, "die Renner sind Handys", erklärt OneTwoSold-Geschäftsführer Franz Karner dem WebStandard, bezahlt wird dabei zumeist per Nachnahme oder Überweisung.

"Tatsächlich betrügerische Absicht liegt im Promillebereich"

In Zeiten, in denen Viren, Trojaner oder das so genannte Passwort-Phishing nahezu alltägliche Bedrohungsszenarien darstellen, stellt sich natürlich auch die Frage nach der Sicherheit beim Online-Shopping. Doch der Anteil der Auktionen, die betrügerisch oder mit Missverständnissen auf Seiten von Käufern oder Verkäufern verlaufen, ist laut Franz Karner gering: "Tatsächlich betrügerische Absicht liegt im Promillebereich. Hier wird von unserem Support-Team schon im Vorfeld das allermeiste abgefangen. Die Seiten werden regelmäßig nach bestimmten Merkmalen durchsucht, unseriöse Angebote entfernt".

Sicherheitsschutz

Um das Vertrauen der Kunden auf jeden Fall zu behalten, setze man aber auch auf besonderen Sicherheitsschutz: "Zusätzlich bieten wir unseren Kunden einen umfassenden Sicherheitsschutz von Rechtsberatung über iloxx-Treuhandservice bis hin zu einer kostenlosen Versicherung für jeden OneTwoSold-Kunden. Mit dieser Versicherung sind Schadensfälle bis zu 220 Euro abgedeckt. Das Paket gibt es bereits seit einem Jahr, die Versicherungsleistung wurde allerdings bisher nur ein einziges Mal in Anspruch genommen. Das zeigt schon, dass OneTwoSold ein sehr sicherer Online-Marktplatz ist".

Missverständnisse

Missverständnisse gebe es natürlich öfters, "die Zahl liegt aber auch im Promille Bereich und durch die Vermittlung von OneTwoSold können diese Fälle auch so gut wie immer zufriedenstellend gelöst werden", erklärt Karner.

Internetkriminalität verschwindend wenig

Karner sieht daher Online-Shopping nicht durch Internetkriminalität bedroht, sondern betont im Gegenteil: "Auf die Geschäftsfälle umgelegt sind die Fälle von Internetkriminalität verschwindend wenig. Was wir jedoch sehen, ist ein großer Bedarf an Aufklärung und Information. Sehr vielen Betrugversuchen ist durchaus mit Menschenverstand beizukommen".

Als Ziel für die Zukunft gilt es für Karner "das große Potential der Internetnutzer für den Online-Kauf zu begeistern". "Denn es handelt sich hier um eine bequeme, günstige und sichere Möglichkeit. Und bestimmte Branchen und Produktgruppen wie Elektronik und High Tech sind ganz besonders für den Online-Kauf prädestiniert", ist sich Karner sicher.

"Flohmarkt"

Dabei will man sich aber ganz bewusst als "Flohmarkt von Consumer to Consumer" positionieren. Im Gegensatz zu Konkurrenten eBay setzt man also nicht vermehrt auf Gewerbetreibende, "OneTwoSold versteht sich als der Online-Marktplatz für private Kunden". Und diese Kunden schätzen Karner zu folge vor allem, dass "jeder einfach und kostengünstig Waren einstellen kann und umfassenden, kostenlosen und prompten Support durch unser Supportcenter erhält". Im Vordergrund steht dabei aber immer der Anreiz "ein echtes Schnäppchen zu machen". (kk)

  • Franz Karner, Geschäftsführer des Online-Auktionshauses OneTwoSold sieht diversen Bedrohungen im Netz gelassen entgegen: "Auf die Geschäftsfälle umgelegt sind die Fälle von Internetkriminalität verschwindend wenig."
    bild: onetwosold

    Franz Karner, Geschäftsführer des Online-Auktionshauses OneTwoSold sieht diversen Bedrohungen im Netz gelassen entgegen: "Auf die Geschäftsfälle umgelegt sind die Fälle von Internetkriminalität verschwindend wenig."

Share if you care.