Räume für die Kunst der Stadt

16. Oktober 2005, 22:03
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Baubeginn für das neue "Museum auf Abruf" in Rathausnähe

Wien - Wiens an Vielfalt und Fläche nicht eben arme Museumsszene erhält ein weiters "Haus" und damit weitere 1200 Quadratmeter an Räumen. "Das Museum auf Abruf" bezieht die ehemaligen Räume der Wigast in der Felderstraße beim Rathaus. Untergebracht werden sollen eine zentrale Ausstellungshalle, die Artothek der Stadt Wien, eine Startgalerie für junge Künstler sowie Depots. Damit erhält die bislang etwa 18.000 Objekte umfassende Kunstsammlung der Stadt Wien erstmals repräsentative Räumlichkeiten. Die Kosten für die Adaption durch die Architekten Jaqueline Kaufmann und André Kiskan belaufen sich auf 4,4 Millionen Euro. Die Eröffnung ist für Juni 2007 geplant.

Berthold Ecker, Leiter des Kunstreferats der Stadt Wien, plant pro Jahr vier Themenausstellungen aus den Beständen der Sammlung. Gastkuratoren sollen ihrer Sicht auf eine der größten Sammlungen von Kunst nach 1945 in Österreich einbringen und durchaus mit Leihgaben akzentuieren. "Mit dem neuen Kunstzentrum erhält die Sammlung der Stadt Wien jetzt ein eigenes Haus, in dem die wertvollen Kunstwerke adäquat präsentiert werden können. Im Verbund mit der benachbarten Planungswerkstatt entsteht eine Kulturmeile, die das Viertel rund ums Rathaus kulturell beleben und bereichern wird", betonte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny anlässlich des Spatenstichs zum Umbau.

Spektakulärste Umbaumaßnahme wird eine Stahl-Glas-Decke, die den Innenhof eines der ersten Wiener Stahlbetonbauten (1906) zur lichtdurchfluteten multifunktionalen Ausstellungs- und Veranstaltungshalle umdeutet. (mm/DER STANDARD, Printausgabe, 12.10.2005)

  • Entwurf der Kiskan-Kaufmann-Architekten zur Ausstellungshalle des "Museums auf Abruf" in der Wiener Felderstraße beim Rathaus.
    foto: stadt wien

    Entwurf der Kiskan-Kaufmann-Architekten zur Ausstellungshalle des "Museums auf Abruf" in der Wiener Felderstraße beim Rathaus.

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