Strafzettel als Werbemittel

4. November 2005, 16:55
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Motorroller-Hersteller warb in Südafrika mit falschen Strafzettlen - Klage wegen Urkundenfälschung

In Südafrika hat ein Motorroller-Hersteller Bevölkerung und Polizei in Rage gebracht. Der Grund ist eine Werbekampagne mit täuschend echt aussehenden Strafzetteln in den Städten Johannesburg und Kapstadt. Mehr als 100.000 davon wurden parkenden Autos unter die Scheibenwischer geklemmt. Begründung für die ausgewiesene Strafe von 300 Rand (40 Euro): "Wegen Fahrens eines schwer zu parkenden, Benzin-fressenden Fahrzeugs statt eines leicht zu parkenden, stilvollen und wirtschaftlichen Motorrollers."

Hunderte der vermeintlichen Falschparker zahlten die Gebühr gewissenhaft auf den Polizeistationen, berichtete die Zeitung "The Citizen" am Dienstag. Ein Polizeioffizier schloss die Möglichkeit nicht aus, dass einige Beamte der Versuchung nicht widerstehen konnten und die Gebühr selbst einsteckten. Dem Hersteller droht nun eine Klage wegen Urkundenfälschung. (APA)

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