Nun schon mehr als 20 Prototypen der neuen Xbox gestohlen

24. November 2005, 12:58
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Neben den 10 gemeldeten, sollen nun noch einmal 14 weitere Xbox 360-Entwicklermodelle entwendet worden sein

Nach dem Bekanntwerden des Diebstahls von zehn Prototypen der kommenden Microsoft Konsole Xbox 360 - der WebStandard berichtete - sollen nun noch weitere Geräte verschwunden sein. Laut Medienberichten hat sich die Anzahl der gestohlenen Geräte auf 24 Stück erhöht.

Fünf aus 24

Laut Medienberichten wurden nicht nur Ende August zehn Xbox 360-Konsolen verschwunden sein, auch Anfang September wurden aus dem Lager eines Logistik-Unternehmens weitere 14 Next-Generation-Konsolen gestohlen. Damit verschwanden Microsoft innerhalb weniger Tage 24 Konsolen, die eigentlich für Entwickler bestimmt waren.

Modchip-Szene

Laut derzeitigen sind erst wenige Konsolen wieder aufgetaucht. In Österreich wurden insgesamt vier Modelle sichergestellt, in Deutschland eines. Die Täter vermuten Polizei und Microsoft in der Modchip-Szene. In Österreich tauchten die Xbox 360s bei Team SmartXX auf.

Keine Erpressung

Unterschiedliche Angaben gibt es zur Zeit über die Hintergründe der erfolgreichen Ermittlungen. In der einen Version hat sich Microsoft an das Bundeskriminalamt gewandt, nachdem man mysteriöse Mails bekommen hatte, deren Absender durchblicken ließ, man habe etwas, das dem Softwaregiganten gehört. Ob hier eine Art Erpressung versucht wurde, war vorerst nicht klar. Aus Sicht von Team SmartXX wurde Microsoft auch wirklich wegen der aufgetauchten Xbox-360-Entwickler-Kits Microsoft am 28. August 2005 und schließlich noch einmal am 29. per E-Mail informiert, doch nicht mit erpresserischer Absicht.

Heiße Ware

Laut einem Bericht von Golem soll Team SmartXX das erste Mal am 26. August 2005 erfahren haben, dass vier gestohlene Xbox-360-Entwickler-Kits zum Verkauf stünden. Diese wurden von SmartXX dann auch einen Tag später gekauft. Zeitgleich tauchten auch ersten Bilder im Netz auf, allerdings wollen die österreichischen Modder damit nichts zu tun haben. Als sich herausstellte, dass es sich bei der heißen Ware um finale Versionen der Entwickler-Kits handelte, informiert Team SmartXX, nach eigenen Angaben, Microsoft. Der Softwarekonzern habe aber nicht reagiert, sondern gleich die Polizei geschickt, so Team SmartXX weiter.

Noch keine offiziellen Angaben

Während die ersten zehn Xbox360-Konsolen offiziell bestätigt wurden, gibt es noch keine Angaben über weitere 14 vermisste Entwickler-Kits. Sowohl die Urheber des Diebstahls also auch die restlichen vermissten Konsolen konnten bisher noch nicht gefunden werden.

Rückschlag

Für Microsoft könnten die Diebstähle einen massiven Rückschlag in der Copyright-Politik und auch in der Unterstützung der Entwickler bedeuten. Microsoft hatte stehts betont, dass die Xbox 360 neue Maßstäbe in Sachen Sicherheit setzen wird. Die Hacker und Cracker sollten sich zunächst mal einige Monate die Zähne ausbeissen und wenn dann doch der Mechanismus ausgehebelt werden würde, hätte der Softwarekonzern neue Technologien nachschießen wollen. Doch nun hat Microsoft wertvolle Zeit verloren, wenn die Entwickler-Konsolen in den Händen der Raubkopier-Szenen sind, dann wird es wesentlich kürzer, als Microsoft hoffte, dauern bis die Konsole geknackt ist.(red)

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