Kleine Mobilfunker große Profiteure der Rufnummernmitnahme

22. November 2005, 13:31
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One hat, in Relation zur Kundenzahl, am meisten verloren - 50 Prozent der Wechselkunden, die die Nummer behielten, wechselten zu tele.ring

Am 16. Oktober 2004 startete in Österreich die Handy-Rufnummernmitnahme bei Betreiberwechsel, seitdem haben 70.000 Handynutzer ihre Telefonnummer mitgenommen. Die mit Abstand meisten Kunden sind zum viertgrößten Anbieter tele.ring gewechselt, in Relation zur Kundenzahl hat der drittgrößte Betreiber One am meisten verloren, geht aus den gemeinsamen Zahlen der Mobilfunkbranche hervor.

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Demnach konnte Marktführer Mobilkom Austria bis zum 11. September des heurigen Jahres 10 Prozent (6.840 Nutzer) der portierten Kunden an Land ziehen, Verfolger T-Mobile (seit kurzem Besitzer von tele.ring) ebenfalls 10 Prozent (7.157), One 9 Prozent (6.391), tele.ring 51 Prozent (35.196) und der reine UMTS-Anbieter "3" (Hutchison) 20 Prozent (14.035). Die beiden kleinsten Anbieter sind somit – wie erwartet – die großen Profiteure der "Mobile Number Portability (MNP). Wobei tele.ring in den vergangenen sechs Monaten weiter kräftig zulegen konnte, während One noch etwas stärker absackte.

Gewinner

Netto – sprich Zugänge minus Abgänge – hat tele.ring innerhalb eines Jahres 26.741 Kunden mit Rufnummernmitnahme dazugewonnen. "3" kommt auf 12.750 Neukunden. Die Mobilkom musste hingegen netto 18.455 Kunden ziehen lassen, One 11.078 und T-Mobile 9.958. Detail am Rande: Wären T-Mobile und tele.ring schon vor einem Jahr zusammengegangen, dann hätten sie einen Nettogewinn von 16.783 Kunden erzielt.

Die Gesamt-Marktanteile der Mobilfunk-Netzbetreiber in Österreich gliedern sich wie folgt (Stand: August): Mobilkom 41 Prozent, T-Mobile 25, One 19, tele.ring 12 und Hutchison 3 Prozent. (APA)

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