Chinas Autos ante portas

7. November 2005, 14:45
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Geely und Chery vor Markteintritt in Europa - Sicherheitsbedenken aufrecht

München - Die chinesischen Autohersteller Geely und Chery haben laut der Fachzeitschrift Automobilwoche mit der Augsburger AVAG-Gruppe, dem größten Autoretailhaus in Europa, einen Letter of Intent zum Aufbau eines Vertriebsnetzes unterzeichnet. Das bestätigte AVAG-Geschäftsführer Jürgen Voss. Bis Ende des Jahres soll der Vertrag mit einer der beiden Marken abgeschlossen sein. Chery und Geely produzieren laut Voss jeweils 100.000 Autos pro Jahr und jeweils zehnmal so viele wie der Wettbewerber Brilliance.

Chinesische Autos waren zuletzt kritisiert worden, nachdem der Automobilklub ADAC den SUV Jiangling Landwind einem Crashtest unterzogen und danach ein vernichtendes Urteil abgegeben hatte. EU-Kommissar Günther Verheugen sprach sich unlängst dafür aus, Automobile aus China besonders genau in Sachen Sicherheitsstandards prüfen zu lassen.

Der niederländische Landwind-Importeur LWMC, derzeit der einzige Großhändler für chinesische Autos in der EU, hält dem entgegen, man habe eine Typenzulassung vom deutschen Prüfverein TÜV, was für Importe in kleinen Volumina zunächst ausreiche. "Wir erfüllen alle EU-Sicherheitsrichtlinien", heißt es. Bisher seien hundert Stück vom 20.000-Euro-Geländewagen (der technisch gesehen eigentlich ein uralter Opel Frontera ist) verkauft worden. (Reuters, szem, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.10.2005)

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