Alzheimer-Erkrankung geht häufig Gewichtsverlust voran

10. Oktober 2005, 15:17
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Das Erkrankungsrisiko steigt mit der Anzahl der verlorenen Kilos

Chicago - Dem Beginn der Alzheimer-Erkrankung geht häufig ein Verlust von Körpergewicht voraus. Je größer die Gewichtsabnahme, desto höher ist nach dem Ergebnis einer amerikanischen Studie das Erkrankungsrisiko eines Menschen. Bisher war nur bekannt, dass Alzheimer-Patienten nach Beginn der Erkrankung an Gewicht verlieren.

Mediziner der Rush-Universität in Chicago untersuchten nun 820 Menschen ab 65 Jahren, die zu Beginn der Studie keine Zeichen von Demenz zeigten. Bei den 151 Teilnehmern, die im Laufe der Untersuchung an Alzheimer erkrankten, sahen die Forscher einen Zusammenhang mit der Entwicklung des Körpergewichts. Eine Gewichtsabnahme von einem halben Kilogramm pro Jahr erhöhte das Krankheitsrisiko nach einem Bericht der Zeitschrift "Neurology" um fünf Prozent.

"Es stellt sich heraus, dass die Alzheimer-Erkrankung nicht nur zu kognitiven Funktionsstörungen führt, sondern auch verschiedene andere Symptome haben kann, je nach der betroffenen Hirnregionen", erklärt der Forscher Aron Buchman. "Wenn die Krankheit eine Hirnregion betrifft, die das Gewicht kontrolliert, kann einem kognitiven Verlust eine Gewichtsabnahme voraus gehen." (APA/AP)

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