Porr-Einstieg wäre "nicht so weit hergeholt"

7. November 2005, 14:44
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Miteigentümerschaft bei VA Tech Hydro könne Synergien mit dem Porr-Kerngeschäftsfeld Bauen eröffnen und den Zugang zu Projekten erleichtern

Wien - Der zweitgrößte heimische Baukonzern, Porr, erwägt tatsächlich den Einstieg in die zum Verkauf stehende Energieanlagensparte der von Siemens übernommenen VA Tech. "Das Ganze ist nicht so weit herbeigeholt wie es vielleicht scheint. Wir betätigen uns in immer komplexeren Projektentwicklungen, ein solches Engagement wäre nur ein Schritt weiter", sagte Porr-Vorstand Wolfgang Hesoun am Freitag auf Anfrage der APA. Eine Teilnahme von Porr am Rennen um die VA Tech Hydro sei aber noch keine beschlossene Sache.

Vom Außenseiter zum Mitfavoriten

Hesoun bestätigte der APA im Grundsatz einen Bericht des "WirtschaftsBlatt", wonach Porr überlegt, sich dem Konsortium Pierer/Knünz/UIAG anzuschließen. Die Beteiligung des Baukonzerns mache dieses Konsortium "vom Außenseiter zum Mitfavoriten", glaubt die Zeitung.

Eine Miteigentümerschaft der Porr bei der ehemaligen VA Tech Hydro (Wasserkraftanlagen und Gasturbinen) könne Synergien mit dem Porr-Kerngeschäftsfeld Bauen eröffnen und den Zugang zu Projekten erleichtern, meinte Hesoun, der nach dem Abgang Horst Pöchhackers ab 2008 voraussichtlich Vorstandschef wird. "Wenn überhaupt" käme aber "nur eine Minderheitsposition in Frage". (APA)

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