Nintendo senkt Gewinnschätzung - Interesse an GameCube schwindet

13. November 2005, 13:27
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Warten bereits auf neue Nintendo-Konsole 2006

Nintendo hat seine Schätzung für den operativen Gewinn in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wegen des schleppenden Umsatzes mit der GameCube-Spielekonsole in den USA um ein Drittel gesenkt. Das Ergebnis in den abgelaufenen sechs Monaten bis Ende September werde bei 20 Mrd. Yen (146 Mio. Euro) statt wie bisher angenommen bei 30 Mrd. Yen liegen, teilte das japanische Unternehmen am Freitag mit.

"Es sieht so aus, als ob das Produkt langsam ausläuft."

In den USA laufe auch das Geschäft mit Software für den GameCube zunehmend schlechter. Grund dafür sei, dass sich die externen Spieleentwickler bereits auf die nächste Generation der Konsolen konzentrierten, die 2006 auf den Markt kommen solle, sagte Nintendo-Manager Yoshihiro Mori. "Es sieht so aus, als ob das Produkt langsam ausläuft."

Für das Gesamtjahr senkte der Konzern die Prognose für den operativen Gewinn auf 90 Mrd. Yen von 115 Mrd. Yen. Der Umsatz werde im Gesamtjahr bei 500 Mrd. Yen liegen und damit vier Prozent niedriger als bisher erwartet. Die Umsatzschätzung für das abgelaufene Halbjahr nahm Nintendo um acht Prozent auf 175 Mrd. Yen zurück.

Währungseffekte

Allerdings erhöhte das Unternehmen dank positiver Währungseffekte seine Netto-Gewinnschätzung für die erste Hälfte des Geschäftsjahres um 90 Prozent auf 36 Mrd. Yen. Das entspräche einem Rückgang um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bisher war Nintendo mit seinen populären Spiel-Figuren Pokemon, Mario und Donkey Kong lediglich von 19 Mrd. Yen ausgegangen.

Grund für die höhere Schätzung sei der schwächere Yen im Vergleich zum Dollar. Dies führe bei der Umrechnung in Yen zu einer Höherbewertung der Nintendo-Vermögensanlagen in den USA, die ein Volumen von etwa 4,7 Mrd. Dollar (3,9 Mrd. Euro) haben.(APA/Reuters)

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