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Sozialstadt Wien: Hilfe zur Selbsthilfe

7. Oktober 2005, 16:04

Menschen in schwierigen Lebenssituationen sollen individuelle Hilfe erhalten. Wiens Angebote sind geschlechtsspezifisch, wie zum Beispiel das neue Frauenwohnzentrum, und bestärken Menschen in ihren Fähigkeiten. Sie bieten bedürfnisgerechte Unterstützung mit dem Ziel der sozialen und beruflichen Reintegration

Das Schicksal des 45-jährigen Mannes ist typisch für Menschen, denen Wien mit seinen sozialen Angeboten hilft. Der Maler und Anstreicher war saisonal beschäftigt, fand aufgrund seines Alters nur mehr unregelmäßig eine Beschäftigung und verlor deshalb seine Wohnung. „Nach eineinhalb Jahren betreutem Wohnen konnte der Mann in eine für ihn leistbare Wohnung übersiedeln und wieder ein selbstständiges Leben führen“, erklärt Christian Neumayer, Leiter des Fachbereichs Wohnen im Fonds Soziales Wien (FSW).

Der FSW bietet für wohnungslose Menschen insgesamt rund 2.500 Wohnplätze an und betreut pro Jahr durchschnittlich 3.800 Personen. Um auch auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Männern und Frauen besser eingehen zu können existieren bei der Wohnungslosenhilfe auch geschlechtsspezifische Angebote. „Für Frauen wird im November dieses Jahres in Kooperation mit der Caritas im zweiten Bezirk ein innovatives Angebot mit einem Tageszentrum, Notschlafstellen und betreuten Wohnmöglichkeiten eröffnet“, so Neumayer.

Weiters bietet die Stadt Wien auch eine neue psychiatrische Beratungsstelle an, die speziell auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten ist. Da aus Untersuchungen bekannt ist, dass Frauen eine Behandlung durch Ärztinnen und Therapeutinnen wünschen, besteht das Team dieses Zentrums ausschließlich aus Frauen.

Menschen mit Behinderung sind ebenfalls eine wichtige Zielgruppe des FSW. Hier steht ein Gesamtbudget für Wohnen, Beschäftigungstherapie, Mobilität sowie sonstige Leistungen von rund 158 Mio. Euro bereit. „Heuer konnten wir zusätzlich 140 Wohnplätze für Menschen mit Behinderung schaffen. Insgesamt stehen derzeit rund 2.630 Wohnplätze zur Verfügung“, so Neumayer. Zur speziellen Förderung von Menschen mit Behinderung werden Plätze in Werkstätten der Beschäftigungstherapie zur Verfügung gestellt, die der überwiegende Teil von Menschen, die auf Wohnplätzen oder auch noch zu Hause leben, wahrnimmt. Der FSW fördert über 3.100 Plätze für Beschäftigungstherapie.

Neue Sozialhilfe

Um den Service für SozialhilfeempfängerInnen kundenfreundlich zu gestalten, wurden neue Sozialzentren geschaffen. In diesen Zentren arbeiten SozialarbeiterInnen und SozialhilfesachbearbeiterInnen gemeinsam unter einem Dach und stimmen ihre Leistungen aufeinander ab. Die Sozialhilfe versucht die Selbsthilfepotenziale des Einzelnen zu fördern. Ziel ist trotz schwieriger Arbeitsmarktlage die soziale und berufliche Reintegration. In den 10 Wiener Sozialzentren führen 305 MitarbeiterInnen rund 40.000 Beratungsgespräche im Jahr durch.

  • „Arbeitslosigkeit, Schulden und psychische Probleme sind die Ursachen, wieso Menschen wohnungslos werden“, so Christian Neumayer vom Fonds Soziales Wien
    foto: a. urban

    „Arbeitslosigkeit, Schulden und psychische Probleme sind die Ursachen, wieso Menschen wohnungslos werden“, so Christian Neumayer vom Fonds Soziales Wien

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