Hintergrund: Drei Frauen und zwei Männer vergeben Friedensnobelpreis

12. Oktober 2006, 14:43
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Norwegisches Parlament entscheidet nach Parteiproporz über Zusammensetzung des Nobel-Komitees

Oslo - Der Friedensnobelpreis wird jedes Jahr von einem fünfköpfigen Komitee in Oslo vergeben. Über die Zusammensetzung des Nobel-Komitees entscheidet der norwegische Reichstag (Storting) nach Parteiproporz. Dabei werden fast immer Politiker für jeweils sechs Jahre entsandt. Sie können wiedergewählt werden.

Derzeit besteht das Nobelkomitee aus drei Frauen und zwei Männern. Der Vorsitzende Ole Danholt Mjs (Mjos) (66), ein Medizinprofessor aus Troms, wurde von der Christlichen Volkspartei entsandt. Für die Linkssozialisten hat der Ex-Parteichef und Theologe Berge Ragnar Furre (68) Sitz und Stimme. Die sozialdemokratische Ex-Ministerin Sissel Rnbeck (55) wurde 1994 Komiteemitglied und hat damit das höchste "Dienstalter".

Geschäftsführer ohne Stimmrecht

Von der rechtspopulistischen Fortschrittspartei wurde die Ex-Abgeordnete Inger-Marie Ytterhorn (64) entsandt. Die im Werftkonzern Aker Kvaerner aktive frühere Vorsitzende der Konservativen Partei und Ex-Ministerin Kaci Kullmann Five (54) wurde 2003 von ihrer Partei in das Nobel-Komitee delegiert.

Der hauptamtliche Geschäftsführer des Nobelinstituts, seit 1990 der Historiker Geir Lundestad (60), leitet den Auswahlprozess unter den Friedensnobelpreis-Kandidaten bis zur Entscheidung und nimmt an allen Sitzungen des Komitees teil. Er besitzt aber kein Stimmrecht. (APA/dpa)

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