AHS-Lehrer gegen Vorverlegung der Nachprüfungen

7. März 2006, 17:37
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Frühere Sprachförderung positiv - Senkung der Klassenschülerzahlen "unabdingbar"

Wien - Gegen eine Vorverlegung der Nachprüfungen in die letzte Ferienwoche spricht sich die AHS-Lehrergewerkschaft aus.

Ein rascher Schulstart und die längere Nutzung des Unterrichtsjahrs könnten auch durch organisatorische Maßnahmen erreicht und umgesetzt werden, so die Vorsitzende der AHS-Lehrergewerkschaft, Eva Scholik, in einer Aussendung. "Es ist dafür aber keineswegs notwendig, den Schülerinnen und Schülern mit Wiederholungsprüfungen die Ferien zu kürzen."

Einführungsphase

Laut dem von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) vorgelegten zweiten Schulpaket, das derzeit in Begutachtung ist, sollen die Nachprüfungen ab dem Schuljahr 2006/07 nicht wie bisher in der ersten Schulwoche, sondern in der letzten Ferienwoche stattfinden. Beginn des Unterrichtsjahrs wäre an den AHS demnach schon am Montag (statt Mittwoch). Die ersten beiden Tage sollen einer Einführungsphase mit organisatorischen Details gewidmet sein, schon am ersten Mittwoch der stundenplanmäßige Unterricht beginnen.

Die im Schulpaket vorgesehene vorgesehene frühere Sprachförderung für Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache sieht Scholik positiv. In weiterer Folge müsse es aber auch in höheren Schulstufen entsprechende Hilfestellungen für Migrantenkinder geben. Für die ganztägige schulische Betreuung müssten durch zusätzliche Geldmittel die dafür nötige Infrastruktur an den Schulen ausgebaut werden, zur Individualisierung des Unterrichts sei eine Senkung der Klassenschülerzahlen "unabdingbar". (APA)

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