Studie: Globale Erwärmung bringt erhebliche Umwälzungen für die Tierwelt

12. Juli 2006, 14:33
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Demnach profitieren einige Tierarten davon, andere könnten aussterben

London - Die globale Erwärmung könnte nach Ansicht britischer Forscher erhebliche Umwälzungen für die Tierwelt mit sich bringen. Zu den möglichen Folgen, die in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie im Auftrag des britischen Umweltministeriums aufgezählt werden, gehören unter anderem Schildkröten-Kolonien, die ausschließlich aus Weibchen bestehen, sinkende Geburtenraten bei Walen und Delfinen und tief greifende Änderungen im Verhalten von Zugvögeln.

Einige Tierarten würden von dem Klimawandel profitieren, für andere aber bedeute die Erwärmung das Aus, hieß es. Am meisten bedroht sind laut Studie die Tiere in arktischen und in Hochgebirgs-Regionen.

Sollte der Meeresspiegel infolge der Klimaerwärmung nur um 50 Zentimeter ansteigen, würde in der Karibik rund ein Drittel all jener Strände verschwinden, die Schildkröten zur Eiablage dienten. Da das Geschlechterverhältnis bei schlüpfenden Schildkröten von den Temperaturen abhänge, könnte die Klimaerwärmung dazu führen, dass es in Zukunft rein weibliche Populationen gebe, hieß es in dem Bericht weiter. (APA/AP)

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