Vom Stadtrand zur Stadt

2. November 2005, 21:42
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Flugfeld Aspern als Zentrum zwischen Wien und Bratislava geplant - in den Maisfeldern soll eine pulsierende Stadt entstehen

Wien - Wenn man heute das Flugfeld Aspern am nordöstlichen Stadtrand Wiens betritt, hält man es kaum für möglich: Wo sich weitläufig Maisfelder und Wiesen erstrecken, soll in den nächsten Jahren eine pulsierende Stadt entstehen.

Studenten, Forscher, Manager und Kulturschaffende, genauso wie alte Menschen, Familien und Zuwanderer aus den neuen EU-Staaten sollen in einer modernen, vielfältigen Umgebung leben und arbeiten - so stellen es sich zumindest die Stadtplaner vor. "Wir haben hier die einmalige Chance, zu verwirklichen, was in anderen Stadtteilen nicht möglich war", beschreibt Planungsstadtrat Rudi Schicker (SP) das Mega-Vorhaben.

25.000 Arbeitsplätze

Das Flugfeld Aspern bietet mit einer Fläche von rund 240 Hektar das größte zusammenhängende Entwicklungsgebiet Wiens. Vorgesehen ist eine durchmischte Nutzung mit bis zu 8500 Wohnungen in allen Formen und Größen, Büros, Geschäften und Grünflächen. Vor allem hofft man aber darauf, High-Tech-Unternehmen sowie universitäre und private Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen auf dem ehemalige Flugfeld anzusiedeln, um es als dynamische Drehscheibe zwischen Wien und Bratislava zu etablieren. Bis zu 25.000 Arbeitsplätze sollen letztendlich entstehen.

Ein erster Schritt in diese Richtung wäre die Entscheidung der Technischen Universität, den Bereich Maschinenbau oder Chemie nach Aspern zu verlegen - diese wird bis Ende des Jahres fallen. Im Jänner 2006 soll nach einem Verhandlungsverfahren das Team ermittelt sein, das den Masterplan erstellt, dann kann mit der Flächenwidmung begonnen werden.

U2 bis Aspern

Die Weichen für die nötige Verkehrserschließung sind schon gestellt: Bis 2010 wird die U2 bis nach Aspern fahren, am Ausbau der Bahnverbindung und des Straßennetzes durch Anbindung an den Regionenring wird gearbeitet. Schon jetzt ist die Fahrzeit von Aspern ins Zentrum nur unwesentlich geringer als nach Bratislava. (kri, DER STANDARD Printausagbe 6.10.2005)

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