Vertrauensindex: Häupl mit mäßigen Werten für einen Landeschef - Mit Infografik

14. Oktober 2005, 16:00
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Wien trotzdem fest in roter Hand - Hahn legt zu, Vassilakou baut ab - Schimanek mit Rekordwert noch hinter Kabas

Wien - Wien steuert bei der Gemeinderatswahl am 23. Oktober auf eine absolute Mehrheit der SPÖ zu. Dementsprechend ist auch der APA/OGM-Vertrauensindex für die SPÖ fest in roter Hand. Klar voran ist in einer aktuellen Umfrage (400 Telefoninterviews, 3. Oktober) mit 45 Punkten Bürgermeister SPÖ-Chef Michael Häupl. An die Werte anderer Landeshauptleute kommt er allerdings nicht heran.

"Vertrauen Sie xy oder vertrauen sie xy nicht oder kennen Sie xy nicht", lautet die Frage von OGM für den APA/OGM-Politiker-Radar. Der Saldo aus den beiden Werten ergibt den Wert am Vertrauensindex.

Häupl hat mit seinen 45 Punkten gegenüber dem November des Vorjahres drei Zähler verloren. Überhaupt verweist OGM-Politologe Peter Hajek darauf, dass der SPÖ-Landeschef im Vergleich zu manch anderen Landeshauptleuten nur über "durchschnittliche Werte" verfügt. Die anderen Landes-Chefs erreichen teilweise Werte jenseits der 60-Punkte-Marke.

Respektabstand

Seine Kolleginnen und Kollegen in der Landesregierung lässt Häupl dennoch mit Respektabstand hinter sich. Auf Rang zwei folgt Wohnbaustadtrat Werner Faymann (S, 32 Punkte) vor Finanzstadtrat Sepp Rieder (S, 25) und Vizebürgermeisterin Grete Laska (S, 23) sowie Umweltstadträtin Uli Sima (S, 21). Gegenüber dem November 2004 zugelegt haben vor allem Faymann (plus 6 Punkte) und Rieder (plus 5).

Um vier Punkte zugelegt hat auch Johannes Hahn. Auf dem Vertrauensindex muss sich der Wiener ÖVP-Chef aber dennoch mit minus 5 Punkten begnügen.

Besser liegt mit plus 6 Punkten Hahns direkte Konkurrentin um Platz zwei bei der Gemeinderatswahl, Grün-Chefin Maria Vassilakou. Sie hat gegenüber dem November des Vorjahres allerdings 7 Zähler verloren.

Grüne drohen abzubauen

Vassilakou gehe es ähnlich wie ihrer Partei, so der OGM-Experte: "Die Grünen drohen im Wahlkampf abzubauen. 'Gio' Hahn hingehen hat an Konturen gewonnen, wenngleich er noch immer ein negatives Vertrauenssaldo hat."

Am unteren Ende des Vertrauensindex finden sich die Vertreter des freiheitlichen Lagers. Minus 30 Punkte für FPÖ-Obmann Heinz Christian Strache, das entspricht einem Minus von 6 Punkten gegenüber dem Herbst 2004. Und minus 47 Punkte für BZÖ-Spitzenkandidat Hans-Jörg Schimanek. Für letzteren liegt kein Vergleichswert vor, weil er erst vor wenigen Wochen ins Rennen um die Mandate im Rathaus eingestiegen ist. (APA)

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