André Waterkeyn 88-jährig gestorben

Redaktion, 14. Oktober 2005 00:52

Entwurfsingenieur des symbolträchtigen Atomiums in Brüssel

Brüssel - Der Ingenieur des berühmten Atomiums in Brüssel, André Waterkeyn, starb der 88-jährige am Dienstag, berichteten belgische Zeitungen am Mittwoch. Waterkeyn hatte die 102 Meter hohe und aus neun großen Kugeln bestehende Eisenkonstruktion für die Weltausstellung von 1958 entworfen. Das Atomium wurde mitten im Kalten Krieg zum Sinnbild des Atomzeitalters und zur Mahnung, die Atomenergie friedlich zu nutzen.

Eigentlich sollte das Atomium nach sechs Monaten wieder abgerissen werden, doch es entwickelte sich in den Jahren danach zum Wahrzeichen der belgischen Hauptstadt - eine Ingeniersbau-Analogie zum Wiener Riesenrad und dem Pariser Eiffelturm also. Das Objekt stellt ein um das 165-Milliardenfache vergrößertes Eisenmolekül dar. Seit Ende 2003 wird es renoviert. Die Arbeiten sollen bis Februar kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Waterkeyn beriet die Ingenieure bei den Renovierungsarbeiten. Unter anderem wurde die ursprüngliche Aluminiumoberfläche durch eine nicht rostende Stahlhaut ersetzt. (APA/red)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.