User schlägt zurück – Klage gegen US-Musikindustrie

23. Dezember 2005, 12:13
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Grundlage ist ein Gesetz, das zur Bekämpfung der Mafia eingeführt wurde

In vielen Fällen hat die Vereinigung der Musikindustrie in Amerika (RIAA) bereits User von P2P-Tauschbörsen, die urheberrechtlich geschützte Daten verbreitet haben sollen, geklagt.

Klagen

Eine Frau aus dem US-Bundesstaat Oregon wehrt sich nun gegen die Beschuldigungen der Musikindustrie und reicht ihrerseits Klage ein. Darin wirft sie der RIAA vor, ihre Privatsphäre beeinträchtigt zu haben, sie habe nie 1.000 Musikstücke illegal heruntergeladen.

Zudem sei ihr Computer ihre Zustimmung durchsucht worden, die RIAA habe sich mit anderen Firmen verschworen um "extreme Handlungen von Nötigung, Erpressung, Täuschung und anderer krimineller Verhaltensweisen" durchzuführen.

Stresserscheinungen

Die Klägerin, die körperlich behindert ist und unter gesundheitlichen Beschwerden leidet, betont, dass sie als Folge der gegenstandlosen Behauptungen unter körperlichen und seelischen Stresserscheinungen litt.

Mafia

Ein pikantes Detail am Rande: Die Klage beruht auf dem Gesetzesbündel RICO ("Racketeering Influenced and Corrupt Organization"), das zur Bekämpfung der Mafia und organisierter Kriminalität eingeführt wurde. (red)

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    Klagen der Musikindustrie gegen User von P2P-Tauschbörsen sind nichts Neues, nun wurde der Spieß umgedreht.

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