Österreicher gegen Aufsteigen mit "Fünfern"

14. November 2005, 17:22
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IMAS-Studie: Vor allem Maturanten und Akademiker gegen Modell - Mehrheit auch gegen Abschaffung von Schulnoten

Linz - Die Mehrheit der Österreicher hat kein Verständnis für den Vorschlag, den Aufstieg eines Kindes in die nächsthöhere Klasse auch mit mehreren "Fünfern" zu ermöglichen. Auf entschiedene Ablehnung stößt in der Bevölkerung zudem die Idee, die Schulnoten abzuschaffen und durch Beschreibungen zu ersetzen, so eine IMAS- Studie.

Junge befürworten Aufsteigen mit "Fünfer"

IMAS befragte von 1. bis 19. September 1.000 repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ausgewählte Personen von 16 bis 50 Jahren. Dabei zeigte sich, dass 70 Prozent ein Aufsteigen mit mehreren "Nicht genügend" für "nicht gut" halten, 21 Prozent hingegen schon. Der Rest war unentschieden. Zustimmung und Ablehnung stehen laut Meinungsforschungsinstitut in einem auffallenden Zusammenhang mit Alter und Bildung.

Demnach ist der Widerstand gegen ein Aufsteigen mit mehreren Fünfern bei den Maturanten und Akademikern sowie den älteren Personen am größten. In der einfachsten Bildungsschicht und bei den Angehörigen der Generation unter 30 hingegen am geringsten.

Schulnoten nicht abschaffen

Äußerst wenig Geschmack finden die Österreicher auch an dem Vorschlag, die Schulnoten abzuschaffen und stattdessen nur noch Beschreibungen über die Leistungen der Schüler zu geben. Fast zwei Drittel (65 Prozent) lehnen ein solches Konzept ab, nur etwa jeder Vierte (26 Prozent) findet die Idee gut.

Abermals sind es am ehesten die Personen unter dem 30. Lebensjahr und die Pflichtschulabsolventen, die den Vorschlag befürworten. Allerdings würden die graduellen Meinungsunterschiede nichts daran ändern, dass eine Abschaffung der Schulnoten letztlich auch von den Angehörigen der jungen Generation und Personen mit einfachster Bildung in jeweils absoluter Mehrheit abgelehnt werde, teilte IMAS mit. (APA)

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