Fischer will mit Nordic Ski und neuen Partnern durchstarten

18. Oktober 2005, 15:53
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Trotz geringfügiger roter Zahlen bewertet der Skihersteller die abgelaufene Saison positiv. Der nordische Bereich entwickelt sich gut, ein strategischer Partner wird gesucht

Wien – "Das Minus von 1,24 Mio. Euro lässt sich auf die großen Investitionen zurückführen, die wir im abgelaufenen Geschäftsjahr 04/05 getätigt haben", erklärt Fischer- Geschäftsführer Gregor Dietachmayr die Verluste trotz des Umsatzplus von elf Prozent auf 147 Mio. Euro. Neben Aufwendungen in Ried im Innkreis für das Stammwerk in Höhe von fünf Mio. Euro und ein Logistikzentrum um acht Mio. Euro, wurde die Fertigungsstätte in der Ukraine für 3,3 Mio. modernisiert.

Weiters sieht man sich bei Fischer nach starken Partnern um. Nachdem Kooperationspartner Salomon, für den Fischer zumindest noch eine Saison Langlaufski fertigt, nun von Amer übernommen worden ist, strebt man neuen Bündnissen entgegen. Laut Dietachmayr wurden in den vergangenen Monaten bereits Gespräche mit möglichen Partnern geführt: "Fix ist aber nur, dass wir unsere Eigenständigkeit bewahren wollen. Wir suchen nur eine strategische Allianz." Kein leichtes Unterfangen, wechselten doch allein im laufenden Jahr drei namhafte Konkurrenten (Rossignol, Blizzard, Salomon) die Besitzer. Dietachmayr dazu: "Der Konzentrationsprozess bei den Skiherstellern wird weitergehen."

Hoffnung im Osten

"Nächstes Jahr werden es bei Fischer auf jeden Fall wieder schwarze Zahlen sein", sagt Dietachmayr. Besondere Hoffnungen setzt man bei Fischer dabei in den florierenden Nordic-Markt. In diesem Segment, mit Langlauf und Nordicwalking, seien die Österreicher Weltmarktführer und rechnen bei guten Schneeverhältnissen in diesem Winter mit einem 10- bis 15-prozentigen Plus beim Absatz von Langlaufski. Besonders der osteuropäische Markt wachse. Damit dürften die kalkulierten 750.000 Paar im laufenden Geschäftsjahr übertroffen werden.

Doch auch im Alpinskibereich wollen die Oberösterreicher mit einer neuen Carbon-Technologie wieder kräftig mitmischen. Die rückläufigen Verkaufszahlen der vergangenen Saison sieht man vor allem als Folge des allgemein stagnierenden Marktes. "Wir wollen unsere Position als Nummer zwei am österreichischen Markt ausbauen", sagt Österreich-Chef Gernot Kellermayr. Im nächsten Jahr solle der Marktanteil deutlich mehr als die momentanen 21 Prozent betragen. (mahe, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5.10.2005)

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Fischer
  • Mit vollem Elan will sich Fischer in das Geschäft mit dem Nordic-Sport stürzen.
    foto: fischer

    Mit vollem Elan will sich Fischer in das Geschäft mit dem Nordic-Sport stürzen.

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