Wissenswertes über Mode

7. Oktober 2005, 14:40
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Micheline und Alexander Brenninkmeijer setzen bei ihren Kollektionen auf das Exklusivitätsprinzip Information

Exklusiv zu sein ist ziemlich schwer. Schließlich - auch wenn sich viele fragen, wie das geht - springt jeder dritte Mittelschüler mit Jeans um 200 Euro und Accessoirs um doppelt so viel Geld durchs Leben. Nicht zuletzt deshalb setzen Micheline und Alexander Brenninkmeijer - nebenbei einst Mitstreiter von Helmut Lang - bei ihren Kollektionen auf ein anderes Exklusivitätsprinzip: Jenes der Information. Denn die unter dem Namen "Clemens en August" vertriebene Mode, die stark Langs reduziert-geradlinige Eleganz atmet, gibt es weder in Boutiquen noch online, sondern ausschließlich bei Tupperparty-artigen Veranstaltungen im privaten oder Nano-Messen im Kunstumfeld. Und sonst gar nicht.

Vom 20. bis zum 22. Oktober verkaufen Brenninkmeijers im MAK - und Ende vergangener Woche gastierten sie im Haus von Clubbing-Großmeister Alex Knechtsberger (Doc LX). Nebenbei: Nicht nur Werber Luigi Schober kamen da Label- und Familienname irgendwie bekannt vor. Brenninkmeijers lachten: "Ja, wir sind Nachkommen der C&A-Gründer." Die haben einst auch als ziehende Händler begonnen - aber das ist wirklich eine andere Geschichte. (DER STANDARD-Printausgabe, 04.10.2005)

  • Vertriebsprinzip "Tupper", Designprinzip "superschick": Jutta Knechtsberger, Brenninkmeijers
    foto: rottenberg

    Vertriebsprinzip "Tupper", Designprinzip "superschick": Jutta Knechtsberger, Brenninkmeijers

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