Neuer Disney-Film wird "real"-3D

11. Oktober 2005, 14:40
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"Little Chicken" mit 144 Bilder pro Sekunde - Disney sieht neue 3D-Technologie als Impuls für Digitalisierung des Filmvertriebs

Hollywood - Der nächste Disney-Film Chicken Little, wird in 3D gezeigt. Innerhalb von drei Monaten hat Industrial Light and Magic, ein Unternehmen von George Lucas, den animierten Film, der Anfang November in den USA starten wird, konvertiert. Für Hollywood soll die 3D-Veröffentlichung ein Meilenstein sein. Die 3D-Technologie, die für den Film verwendet wurde, habe mit bisherigen dreidimensionalen Streifen nicht mehr viel zu tun, verspricht Disney. Auch für den digitalen Vertrieb von Filmen, von dem sich die Studios Einsparungen in Millionenhöhe versprechen, soll Chicken Little ein Impuls sein.

Gemeinsamer Standard für digitales Kino

Im August dieses Jahres haben sich die Hollywood-Majors auf einen gemeinsamen Standard für das digitale Kino geeinigt. Auch die Kinobesitzer und die Hersteller haben kürzlich eine einheitliche technische Ausrüstung festgelegt. Das Aufrüsten eines Kinosaals wird etwa 85.000 Dollar kosten, bis zum Start von Chicken Little werden rund 85 Kinos in den USA mit 3D-Projektoren und entsprechenden Leinwänden ausgestattet sein. Sollte der Erfolg von Chicken Little an den Kinokassen den Erwartungen entsprechen, will Disney in Zukunft alle animierten Filme in 3D produzieren.

144 Bildern pro Sekunde

Anders als bei bisherigen 3D-Filmen benötigt das System von Real D nur einen Projektor. Dabei werden zwei Datenströme verflochten, einer für jedes Auge. Da der Projektor digital ist, können mehr Bilder pro Sekunde als beim bisherigen Standard 24/s projiziert werden. Chicken Little wird mit 144 Bildern pro Sekunde gezeigt werden, abwechselnd für das linke und das rechte Auge. Der Nachteil am System von Real D sei, dass sich das System nicht für Kinosäle mit mehr als 300 Plätzen eigne, da die Größe der Leinwand beschränkt sei. Außerdem sei die spezielle Leinwand ein Nachteil für Standard-Filme, da die rasche Bildfolge die Auflösung vermindere, berichtet das IT-Portal Cnet. (pte/red)

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    foto: disney
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