Telefonica dementiert KPN-Übernahmepläne

18. Oktober 2005, 16:10
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"Wall Street Journal" berichtete über angeblich geplanten 20-Milliarden-Euro-Deal - Spanische Telefongesellschaft weist Bericht zurück

Madrid - Der spanische Telekommunikationskonzern Telefonica SA hat nach eigenen Angaben bisher keine Gespräche mit dem niederländischen Konkurrenten KPN mit dem Ziel eines Zusammenschlusses geführt. "Wir kommentieren normalerweise keine Fusionsgerüchte. In diesem Fall weisen wir ausdrücklich zurück, dass entsprechende Gespräche mit KPN geführt worden sind", sagte ein Sprecher des Unternehmens am Montag in Madrid.

Das "Wall Street Journal" (WSJ) hatte unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen über erste Gespräche für eine Übernahme von KPN im Volumen von rund 24 Mrd. Dollar (ca. 20 Mrd. Euro) berichtet. KPN wollte sich dazu nicht äußern.

Telefonica und KPN hatten bereits im Jahr 2000 Übernahmegespräche geführt, die Verhandlungen waren jedoch am Veto des Telefonica-Verwaltungsrats gescheitert. Die beiden Konzerne würden zusammen über starke Positionen in vier Märkten verfügen. Eine Übernahme sei nur in beidseitigem Einvernehmen denkbar, da 20 Prozent der KPN in den Händen des niederländischen Staates liegen. (APA/Reuters/red)

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    foto: telefonica
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